Erste OP mit VR-Brille

Ärzte entfernten Tumor

(17.08.2020) Einem Team der Innsbrucker Uniklinik für Orthopädie ist es gelungen: Mit einer Virtual-Reality-Brille haben die Ärzte den Körper eines Tumorpatienten in 3-D analysiert und konnten so die komplexe Operation unter nahezu realen Bedingungen planen.

Die Innsbrucker Universitätsklinik ist laut dem stellvertretenden Klinikdirektor Michael Nogler österreichweit das erste Haus, das seine Eingriffe mit dem an der Universität Basel entwickelten VR-Programm plant. Das Programm wird ab sofort in der Praxis angewandt.

Die erste OP ist nach monatelanger Vorbereitung vor fünf Wochen erfolgreich durchgeführt worden. Dabei wurde ein fußballgroßer Knochentumor im Hüft- und Lendenwirbelbereich eines jungen Patienten entfernt. Es sei ein Eingriff mit enormen Planungsaufwand gewesen, erklärte Martin Thaler, Leitender Oberarzt an der Univ.-Klinik für Orthopädie.

In Zukunft solle die Anwendung auch bei schwierigen Brüchen zum Einsatz kommen. Ein Einsatz in der Lehre sei ebenso wünschenswert, so der Mediziner. Nun stehe die Optimierung des Programms als Planungswerkzeug im Vordergrund, ließ der Stv. Klinikdirektor wissen. Die Übertragung der Technologie in den OP sei dann der nächste Schritt.

(APA/ap)

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