Euro-Maut: Kommt km-abhängige Maut?

"Nein zu einem kilometerabhängigen elektronischen und EU-weiten Mautsystem!" Die Autofahrerklubs sind sich einig, was die Pläne der EU-Verkehrskommissarin betrifft. Sie will ja in ganz Europa eine Maut einführen, bei der nach gefahrenen Kilometern abgerechnet wird. Und zwar mit einem speziellen Gerät, ganz elektronisch. Der Vorteil dieses Systems der „Euro-Maut“ wäre die Gleichbehandlung aller EU-Bürger, eine einheitliche Regelung, mit der niemand diskriminiert würde. Das hat ja zuletzt in Deutschland für Aufregung gesorgt.

Aber so ein kilometerabhängiges System könnte uns Österreichern teuer kommen. Denn solche Systeme kosten Autofahrern viel mehr als unser Vignettensystem. Außerdem können die Preise dabei viel leichter erhöht werden.

Das sagt Bernhard Wiesinger vom ÖAMTC:
„Wenn ich ein Kilometersystem habe, wo der einzelne Kilometer nur ein paar Cent kostet, sind Preiserhöhungen viel unauffälliger. Deshalb sind wir sehr skeptisch, wir glauben nicht, dass Österreich dadurch einen Vorteil hätte. Unser Vignettensystem funktioniert hingegen sehr gut, das kann man durchaus weiterführen!“

Zudem werden Autofahrer in Österreich – im Vergleich zu anderen EU-Ländern – mit Mineralölsteuer und Co. ohnehin schon genug geschröpft, heißt es etwa vom ARBÖ.

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