Ex-Häftling wird Gefängniswärter

Peinliche Panne in Linz

Zu einer peinlichen Panne ist es vor wenigen Wochen bei der Justizwache Linz gekommen. Wie die "Kronen Zeitung" berichtete, ließ sich ausgerechnet ein schwer vorbestrafter Ex-Häftling zum Justizwachebeamten ausbilden. Sein getrübtes Vorleben war bei der Aufnahme in die Justizwachschule nicht aufgefallen.

Der Mann schaffte die Aufnahme in die Justizwachschule, weil bei der routinemäßigen Sicherheitsüberprüfung des Bewerbers eine Vorstrafe in Deutschland nicht aufschien. Er selbst erwähnte wiederum bei der vorgesehenen Selbstauskunft seine - länger zurückliegende Verurteilung - nicht. Der Mann soll wegen Gewalt- und Drogendelikten vorbestraft sein.

Laut der Sprecherin des Justizministeriums, Britta Tichy-Martin, habe man schon eine Überprüfung angeordnet, inwieweit der gesetzliche Rahmen eine Nachschärfung der Sicherheitsüberprüfung zulässt. Es müsse möglichst rasch geklärt werden, "inwieweit man bei Bewerbern für die Justizwache schon im Vorfeld die routinemäßigen Erhebungen auf ihre Eignung erweitern und beschleunigen kann.“

Aufgeflogen war der Schwindler laut "Krone", weil ihn ein Bekannter verpfiffen hatte. Das Ausbildungsverhältnis wurde nun beendet. Der Mann habe zu keinem Zeitpunkt Kontakt zu Häftlingen gehabt, heißt es.

red/apa

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