Extrem-Selfies: Tödlicher Trend

„Ein cooles Selfie kann dich das Leben kosten!“ So lautet der Titel einer Kampagne, mit dem das russische Innenministerium in die Offensive geht. In Russland hat es heuer bei Extrem-Selfie-Versuchen bereits hunderte Schwerverletzte und sogar mehrere Tote gegeben. Die User posieren unter anderem mit Waffen, Raubtieren und auf Strommasten.

Auch in Österreich werden Selfies immer extremer. Vor allem während des Autofahrens entstehen oft irre Bilder. Lebensgefährlich, sagt Florian Schneider vom Kuratorium für Verkehrssicherheit:
“Man glaubt, dass man nur eine Sekunde abgelenkt ist. In Wahrheit legen viele aber sogar mehrere hundert Meter bei voller Geschwindigkeit im Blindflug zurück. Man kann im Fall der Fälle nicht richt und rechtzeitig reagieren. Also bitte beim Autofahren Hände weg vom Smartphone.“

Auch die Österreichische Bergrettung warnt vor leichtsinnigen Selfies. Immer wieder stürzen Wanderer und Bergsteiger ab, weil sie sich für ein cooles Foto zu nah an den Abgrund begeben haben.

Die schlimmsten Selfie-Unfälle:

• Im Jänner posieren zwei junge Männer im Ural mit einer entsicherten Handgranate. Beide sterben bei der Explosion.

• Im Mai klettert ein Jugendlicher aus der Region Rjasan für ein Selfie auf eine Eisenbahnbrücke. Dabei berührt er ein Stromkabel, der Bursche stirbt.

• Ebenfalls im Mai posiert eine 21-Jährige aus Moskau mit einer Waffe in der Hand. Dabei löst sich ein Schuss, die Kugel trifft die Frau im Kopf. Sie überlebt knapp.

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