Facebook kennt uns besser als Mama

„Sag mir, was du auf Facebook likest und ich sag dir, wer du bist“! Unsere Klicks auf Facebook sagen mehr über unsere Persönlichkeit aus als Freunde oder Verwandte das tun könnten, so Forscher aus Großbritannien. Sie haben aus den Likes von über 86.000 Usern Persönlichkeitsbeschreibungen gebildet und damit ein besseres Profil erstellt als die jeweiligen Eltern. Jede Userpersönlichkeit ist damit quasi digital gespeichert. Datenschützer überrascht das wenig.

Facebook weiß noch viel mehr als wir glauben, so Georg Markus Kainz von Quintessenz:
"Wann beginne ich zu schreiben? In der Früh. Wann gehe ich schlafen? Mit wem kommuniziere ich? Womit beschäftige ich mich? Facebook weiß ja nicht nur, was ich like, weil ich auf den Button klicke, sondern sieht auch die Geschichten, die ich lese. Diese Information hat nur jemand, der 24 Stunden neben mir mitgeht und lebt. Bekannte und Freunde wissen immer nur Ausschnitte von mir und haben nicht so ein komplettes Bild wie Facebook."

Was hat die Studie herausgefunden

86.220 Facebook-User haben ihr Profil zur Verfügung gestellt. Die britischen Forscher haben die Likes kombiniert und so anhand der Vorlieben, Interessen und Aktivitäten ein Persönlichkeitsbild der User erstellt. Diese haben dann einen Fragebogen über sich ausgefüllt, außerdem sind sie dann auch von ihren Eltern, Freunden, Partnern und Arbeitskollegen beschrieben worden. Erschreckend: Schon zehn Likes reichen aus, um den User treffender zu beschreiben als ein Arbeitskollege. Am genauesten waren die Partner. Bei einer Anzahl von über 300 ausgewerteten Likes haben aber auch sie die User nicht mehr so genau beschreiben können wie Facebook.

Was ist das Problem?

Wir werden damit immer gläserner. Mit einem einfach „Gefällt mir“ ermöglichen wir Facebook unsere Vorlieben und Interessen zu berechnen. Oft ist das aber nur eine Momentaufnahme, ein winziger Ausschnitt von uns. Potentielle Arbeitgeber könnten auf diese Daten zurückgreifen und glauben, wir sind genau so, wie wir uns im Netz darstellen. Möglicherweise bekommen wir eine Absage, ohne uns in der Realität präsentieren zu können. Außerdem hinterlassen wir auch ohne Klicks Daten. Denn auch wenn wir etwas lesen, ein Video anschauen oder nur eine Seite ansurfen, wird das als Information über uns gespeichert.

Was kannst Du dagegen tun?

Datenschützer empfehlen immer weniger von sich preiszugeben, die Privatsphäreeinstellungen zu nutzen, nicht alles zu liken und nicht jedes Video zu teilen. Bewusst surfen im Internet! Ein Klick heute kann morgen zum Problem werden. Am besten ist es, sich zu überlegen, ob das, was du tust, für die Öffentlichkeit bestimmt ist, und ob es realistisch deine Persönlichkeit widerspiegelt. Alles was einmal im Netz ist, bleibt dort auch. Es ist aber nicht zu spät, das Surfverhalten zu ändern. Denn je älter eine Information ist, desto uninteressanter wird sie auch.

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