Fact-Check: Wirken Kinesiotapes?

(11.08.2016) Hast du schon einmal was von Kinesiotapes gehört? Das sind diese bunten elastischen Pflaster, die sich Sportler auf bestimmte Körperstellen kleben, um so angeblich eine Muskelentspannung herbeizuführen. Vor allem jetzt während der Olympischen Sommerspiele in Rio tauchen auf Facebook und Twitter immer mehr Pix von getapten Teilnehmern auf. Kinesiotapes werden aber auch bei Hobbysportlern immer beliebter.

Wir haben für dich den KRONEHIT-Factcheck gemacht und nachgefragt, ob diese bunten Pflaster wirklich helfen?

Ja, sagt Sportmediziner und ÖSV-Teamarzt Lukas Brandner:
"Wenn man diese Kinesiotapes längs der Muskulatur anbringt, dann haben sie durch die Eigenelastizität eine muskeltonusreduzierende Wirkung. Andererseits kann man sie aber auch verwenden, wenn zum Beispiel eine Muskelschwäche durch eine Nervenschädigung besteht, um eine Steigerung des Muskeltonus zu erreichen. Je nachdem wie und wo man die Kinesiotapes aufbringt."

Offene Wunden solltest du aber nicht mit Kinesiotapes bekleben. Auch wenn du eine Allergie auf den Klebstoff hast, solltest du lieber Abstand von den bunten Pflastern nehmen.

Aber was ist mit den blauen Flecken?

Vor allem Schwimmer, etwa Goldmedaillengewinner Michael Phelps, haben kreisrunde blaue Flecken am ganzen Körper.

Sie stammen von einer Technik namens Schröpfen. Das ist ein traditionelles Heilverfahren, bei dem ein Vakuum in einem Glas erzeugt und dieses dann sofort auf die Haut gesetzt wird. Dadurch wird die Haut quasi in das Glas gezogen und die Durchblutung verbessert.

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