Fall Kührer: Lebenslang!

Im aufsehenerregenden Prozess um den Tod der 16-jährigen Julia Kührer ist am Dienstagabend das Urteil gefallen. Für den angeklagten Michael K. setzt es lebenslange Haft.

„Ich bin unschuldig, ich hatte keinen Grund, Julia etwas anzutun.“ Das sind die letzten Worte des 51-Jährigen, bevor sich die Geschworenen am Landesgericht Korneuburg zu ihren Beratungen zurückziehen. Dann die Entscheidung: Michael K. ist schuldig des Mordes – und er hat Julia die Droge Crystal Meth gegeben. Für all das gibt es keine Beweise, lediglich Indizien. Auch die Ursache für den Tod der Jugendlichen kann nicht mehr festgestellt werden.

Der Angeklagte hat bis zuletzt seine Unschuld beteuert. Die Verteidigung geht in volle Berufung, Anwalt Farid Rifaat meint gestern nach dem Urteil gegenüber kronetv: Die Geschworenen seien überfordert gewesen:

"Ich glaube, dass die Geschworenen hier fehlgeleitet wurden und möglicherweise auch, dass hier aus dem Bauch heraus entschieden wird. Und eines muss man natürlich ganz offen sagen: Der Angeklagte hat keinen besonders sympathischen Eindruck hinterlassen, und das zu trennen von Sachindizien und Sachbeweisen ist ganz ganz schwierig."

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