Fehlgeburten-Prozess in Klagenfurt

Mit Gift-Cocktails soll eine 27-jährige Klagenfurterin bei zwei anderen Frauen einen Schwangerschaftsabbruch ausgelöst haben. Heute muss sie sich wegen absichtlich schwerer Körperverletzung vor Gericht verantworten.

Ihre eigene Fehlgeburt hat die junge Klagenfurterin offenbar nicht verkraftet. Die zeitgleiche Schwangerschaft ihrer besten Freundin habe sie ständig an den Verlust erinnert. Das hat die Angeklagte beim Prozessauftakt im Juli unter Tränen ausgesagt. Laut Anklage verabreicht die Frau ihrer Freundin 2011 ein Getränk, in das sie Medikamente gemixt haben soll, die Freundin verliert ihr Baby. Zwei Monate später soll die 27-Jährige den Gift-Mix bei ihrer schwangeren Schwägerin wiederholt haben, auch sie erleidet eine Fehlgeburt. Dann plagt die Klagenfurterin ihr Gewissen, sie gesteht. Ihr drohen bis zu fünf Jahre Haft.

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