FFF: Klimaschutz im Alltag?

Verzichtsbereitschaft mäßig

Sie gehen für die Rettung der Erde auf die Straße, doch leben sie den Klimaschutz auch im Alltag? Die Marktforscher von “Integral“ haben sich bei der “Fridays For Future“-Bewegung umgehört. Drei Viertel der 14- bis 24-Jährigen machen sich laut eigener Aussage große Sorgen um das Klima. Immerhin jeder zehnte Befragte hat auch schon mal an einer FFF-Aktion teilgenommen.

Doch die Verzichtsbereitschaft der jungen Generation könnte in vielen Bereichen höher sein, sagt Sandra Cerny von Integral:
"Wenn es beispielsweise darum geht, auf eine Flugreise zu verzichten, zeigen sich die Befragten doch eher zurückhaltend. Nur rund jeder Zweite wäre bereit auf Fernreisen zu verzichten. Auch die Bereitschaft auf Fleisch, Fast Food und Coffee-to-go zu verzichten, könnte höher sein."

Die Bewegung nimmt die Kritik durchaus ernst. Philipp Wilfinger von "Fridays For Future":
"Natürlich müssen wir alle Vorbilder sein. Doch jetzt ist besonders die Politik gefordert, damit die gesamte Bevölkerung Dinge auch ändern kann. Fliegen ist noch immer deutlich billiger als Bahnfahren, das ist natürlich schwierig. Gerade junge Leute haben ja oft nicht das Geld und auch nicht die Freiheit, sich von ihren Eltern abzusetzen, wenn es um den Urlaub geht."

Für immerhin jeden zweiten 14- bis 24-Jährigen muss es nicht unbedingt immer das neueste Smartphone-Modell sein. Damit sind sie aber noch immer klar hinter der Gesamtbevölkerung, wo sich immerhin zwei Drittel verzichtsbereit zeigen.

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