Freelancer: So wirbst du für dich

Wichtiger denn je

(24.11.2020) Nicht nur in Zeiten von Corona, in denen gerade viele Selbständige noch schwerer betroffen sind, sondern ganz grundsätzlich, ist es für Freelancer wichtig, intelligent und gekonnt für sich zu werben. Denn neben überzeugender Arbeit spielt es nun einmal auch eine Rolle, sich gut zu vermarkten und ein Bedürfnis nach den eigenen Diensten zu produzieren. Wir haben die besten Möglichkeiten zusammengetragen, wie Freelancer – auch außerhalb vom Radio - für sich werben können und verraten abschließend auch, von welchen Werbemaßnahmen unbedingt Abstand zu nehmen ist.

Für mehr Aufmerksamkeit sorgen

Freelancer dürfen mit berufsbezogenen Inhalten für sich und ihre Arbeit werben. Und das müssen sie oft auch, um über individuelle Qualifikationen, Leistungen und Spezifika Auskunft zu geben. Die Option und rechtliche Möglichkeit, als Freelancer für sich zu werben, geht also sowieso Hand in Hand mit der tatsächlichen beruflichen Praxis. Wer es als Freelancer versäumt, für genügend Aufmerksamkeit zu sorgen, wird es gegen die Konkurrenz schwer haben.

Aufmerksamkeit lässt sich zunächst einmal am besten generieren, indem potenzielle Kunden einen so gut wie möglich wahrnehmen. Das heißt: Gerade am Anfang der freiberuflichen Tätigkeit, wo erst noch ein Kundenstamm aufzubauen ist, gilt es, sichtbar zu werden. Sichtbarkeit findet heute natürlich in vielen Branchen vor allem im Internet statt und ist hier besonders wichtig. Wer aber ein festes Büro hat, kann auch durch Fensterfolien und Türschilder immer noch für sich werben. Passanten, die dann zufällig dort vorbeikommen, merken sich vielleicht, dass hier jemand diese Leistungen anbietet oder notieren sich bestenfalls gleich eine angegebene Telefonnummer oder Mailadresse.

Wichtig ist, dass bei jeglicher Werbung zur Tätigkeit als Freelancer klar wird, welche Expertise man hat. Je spezialisierter man ist, desto höher die Chance, dass sich jemand an einen wendet. Denn viele Kunden sind auf der Suche nach einer konkreten Leistung oder einem Experten für bestimmte Gebiete. Ungenaue Angaben sind also zu meiden. Mehr Aufmerksamkeit lässt sich neben Klingel- und Türschildern sowie Folien an Fenstern von Büros oder dem Geschäfts- oder Privatwagen auch durch:

  • Visitenkarten
  • Flyer
  • Fahrgastwerbung in öffentlichen Verkehrsmitteln
  • Anzeigen in lokalen Zeitungen und Zeitschriften
  • Plakate
  • oder Broschüren generieren.

Einige Dinge davon sind natürlich deutlich teurer als andere. Lohnenswert ist, je nach Branche und Expertise, die richtige Mischung. Werbung sollte nicht zu teuer sein, darf aber, gerade am Anfang der Kundengewinnung durchaus auch einmal etwas kosten.

Internetpräsenz zeigen und optimieren

Wie bereits erwähnt spielt die Internetpräsenz heute natürlich eine wichtige Rolle. In manchen Branchen mehr, in manchen weniger. Doch für Freelancer lohnt es sich eigentlich immer, sich mit dem Thema Internetpräsenz auseinanderzusetzen und die richtigen Maßnahmen zu ergreifen.

  • Eine eigene Website ist die wichtigste dieser Maßnahmen für Freelancer. Sie dient als digitale Visitenkarte, lässt sich überall knapp mit angeben und verteilen und informiert potenzielle Kunden über Leistungen. Hier lassen sich wunderbar auch Referenzen angeben und Arbeitsproben veröffentlichen. Wem es trotz diverser Tipps im Netz schwerfällt, eine eigene Website selbständig aufzubauen, der kann sich auch an Spezialisten wenden. Und warum dafür nicht jemanden "aus den eigenen Reihen" suchen und einen anderen Freelancer engagieren?
  • Die eigene Website oder auch ein eigener Blog bieten eine wunderbare Möglichkeit, anderen das eigene Expertenwissen zu präsentieren. Es gibt keinen Grund, damit hinter dem Berg zu halten. In Form von Ratgebern, Tipps oder Informationstexten kann dadurch ebenfalls Werbung in eigener Sache erfolgen, ohne, dass diese auf die Nase gebunden wirkt. Auch ein Podcast oder ein Videokanal auf gängigen Plattformen kann eine Möglichkeit sein.
  • Wer keine eigene Seite erstellen möchte, kann sich auch als Gastautor betätigen. Das geht natürlich auch zusätzlich zur eigenen Homepage. Verschiedenste thematisch passende Blogs oder Fachseiten zu bestimmten Tätigkeiten bieten die Möglichkeit an, Gastartikel mit Namen des Autors zu veröffentlichen. Damit lässt sich vielleicht sofort auf eine hohe Leserzahl zugreifen, die von der eigenen Expertise überzeugt werden kann. Ein Link zur eigenen Website oder auch Kontaktdaten bieten Lesern dann die Möglichkeit, gleich Kontakt aufzunehmen.
  • Egal ob es sich um Seiten von Berufsverbänden oder eine eigene Branchenseite bei Google-Business und Ähnlichem handelt – Einträge in derlei Datenbanken erhöhen die Sichtbarkeit im Netz enorm. Selbst die Gelben Seiten finden sich inzwischen im Internet und sollten von aktiven Freelancern aus Werbezwecken unbedingt genutzt werden. Denn für viele Menschen sind sie immer noch DAS Branchenbuch schlechthin.
  • Auch die Präsenz in den sozialen Medien kann eine gute Möglichkeit der Werbung für die eigenen Tätigkeit sein. Sei es eine Art Fanpage auf Facebook, ein aktuelles Instagram-Profil, auf welchem der Arbeitsalltag dokumentiert und Arbeitsproben präsentiert werden oder ein Twitterprofil, über das Neuigkeiten oder Tipps und Ähnliches kommuniziert werden – all diese Dinge können die Reichweite enorm steigern. Wichtig ist nur, dass die Leser etwas von dem Content haben und dass sie genau deshalb bestenfalls zu festen "Konsumenten" der Inhalte werden.

Durchdachte Werbeartikel geschickt einsetzen

Sowohl ab dem Zeitpunkt, ab dem als Freelancer bereits einige Kunden betreut werden, als auch schon davor zur Kundengewinnung, kann sich der Einsatz bedruckter Werbemittel lohnen. Wichtig bei all diesen Werbemitteln ist, dass sie gut durchdacht sind. Im besten Fall hat der Werbeartikel irgendetwas mit der eigenen Arbeit zu tun. Oder er lässt sich gut in ein Wortspiel einbinden, das an die Leistungen, die man anbietet, erinnert. Dieses wird dann auf den Artikel gedruckt oder es wird ein Flyer mitangehängt.

Ansonsten gibt es natürlich auch einige klassische, sinnvolle Give-Aways, die sich etwa auf Messen als Streuartikel einsetzen lassen. Hochwertige Stifte, Kalender, Notizbücher und USB-Sticks sind hier etwa zu nennen. Wichtig ist vor allem die richtige Auswahl. Wer möchte, kann auf den USB-Sticks Arbeitsproben oder Kontaktdaten speichern, sodass Kunden diese nicht erst suchen müssen, sondern über den PC mit dem Stick direkt abrufen können.

Kundenbindung mit Hilfe von Arbeitsmaterialen

Noch einmal zu trennen von den Werbeartikeln, wie man sie so kennt, sind bestimmte Arbeitsmaterialien, die bei Meetings mit Kunden zum Einsatz kommen können. Länger bestehende Kunden sollten nicht immer wieder mit Werbeartikeln bombardiert werden. Ein dezenter Weg hingegen die Kundenbindung weiter zu stärken ist es, etwa Mappen, die beispielsweise zum Austausch von Verträgen und anderen Dokumenten dienen, mit dem eigenen Logo oder Namen zu veredeln.

Nicht nur stärkt das den Wiedererkennungswert, es macht auch einfach Eindruck. Denn die Kunden bekommen so mitunter das Gefühl, dass sie es hier mit jemandem zu tun haben, der sich schon etabliert hat und sogar inzwischen eigens bedruckte Geschäftsmaterialien verwendet. Die Werbung erfolgt also auf indirektem Weg und der Kunde kann die Mappe als nützlichen Gegenstand im Arbeitsalltag auch noch wiederverwenden.

Achtung vor verbotenen Werbemaßnahmen

Es gibt einige Werbemaßnahmen, die (auch) für Freelancer verboten sind. Das UWG (Das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb) legt diese fest. Wer gegen das Gesetz verstößt, muss mitunter mit teuren Abmahnungen rechnen.

Verboten ist zunächst natürlich Schleichwerbung. Werbung, die nicht als solche zu erkennen ist, ist also zu vermeiden. Ein typisches Beispiel hierfür sind Beiträge auf einem Blog als Gastautor, in die Werbung hineingebaut wird, ohne, dass diese entsprechend markiert wird. Freelancer müssen in diesem Fall aber sowieso damit rechnen, dass der Publisher dies erkennt und den Beitrag von sich aus sperren, bzw. einfach nicht veröffentlichen wird.

Auch die bewusste Kontaktaufnahme zu Werbezwecken ohne vorherige Einwilligung der Kontaktierten ist verboten. Nur, wenn diese vorab in irgendeiner Weise aktiv der Weiterverwendung ihrer Kontaktdaten zugestimmt haben, dürfen sie auch zu Werbezwecken kontaktiert werden.

Ebenfalls verboten sind Preissenkungen, die frei erdacht wurden. Nur, wenn sich nachweisen lässt, dass der vorherige Preis auch tatsächlich schon einmal bestanden hat und nicht in einer für den Markt unrealistischen Höhe gelegen hat, sind derartige Preissenkungen erlaubt.

Und schließlich ist es auch verboten, die Konkurrenz zu verunglimpfen. Das bedeutet, dass nicht schlecht über Mitbewerber und andere Freelancer geredet werden darf. Selbst dann nicht, wenn an bestimmten Punkten, die man gerne preisgeben möchte, etwas dran sein mag. Letztlich gehört es aber wohl auch einfach zum guten Ton, dies nicht zu tun. Schließlich möchte man selbst wiederum ja auch nicht von anderen öffentlich verunglimpft werden.

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