Frösche im Pool zu laut

Chlor-Anschlag verübt

(24.05.2022) Da war es einem Nachbarn wohl zu laut! Im Garten von Michael S. aus Wiener Neudorf steht ein alter verwilderter Pool. Darin leben seit einiger Zeit Frösche, die jeden Abend ein lautes Quack-Konzert abhalten. Herr S. genießt diese Kulisse, seine Nachbarn halten aber wenig davon. Nachdem eine Petition und zahlreiche Beschwerden nichts gebracht haben, wollte ein Nachbar jetzt die Tiere anscheinend selbst beseitigen. Denn ein unbekannter Täter hat jetzt einen Anschlag auf das Biotop verübt. „Wer tut so was?“, sagt Michael S. völlig schockiert.

Zwischen Konzert und Qual

In Österreich gibt es 20 heimische Amphibienarten, die alle auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten stehen und damit strengstens geschützt sind. Aber wir machen ihnen das Leben schon generell nicht leicht. Wir nehmen ihnen den Lebensraum, überfahren sie und auch der Klimawandel macht den Tieren zu schaffen. Deshalb sind Leute wie Michael S. umso wichtiger. Der Tierfreud meint: „Ich nehme die quakenden Frösche als hervorragendes Konzert wahr.“

Seine Nachbarn sagen aber, dass die Frösche ihnen den Schlaf rauben würden. Deshalb ist Herr S. immer wieder aufgefordert worden, die Tiere woanders auszusetzen oder den Pool auszupumpen. Diesen Aufforderungen ist er nicht gefolgt, was dann dazu geführt hat, dass bei der Gemeinde eine Petition gegen ihn eingereicht worden ist.

Attentat auf geschützte Tiere

Daher Michael aber weiß, dass Amphibien in Österreich unter Schutz stehen, macht er sich erst mal keine Sorgen. Am Sonntag macht er aber dann einen schockierenden Fund in seinem Pool: „Jemand hat zwei Chlor-Tabletten hineingeworfen. Ich konnte sie noch herausfischen, aber sie haben schon einigen Schaden angerichtet und mindestens ein Todesopfer gefordert.“ Daher Herr S. auch schon einen konkreten Verdacht hat, wer der Täter sein könnte, erstattet er direkt eine Anzeige bei der Polizei. Zu dem Anschlag sagt er: „Wie herzlos können Menschen sein? Es ist einfach traurig!“

(MR)