Graz-Amokfahrt: Wunden noch frisch

Drei Monate nach der Amokfahrt in Graz stehen die Ermittlungen der Polizei kurz vor dem Abschluss. Am 20. Juni hat ja ein 26-Jähriger mit seinem Geländewagen eine Blutspur durch die Grazer City gezogen. Bei der Wahnsinnsfahrt sind drei Menschen getötet und 50 teils lebensgefährlich verletzt worden. Die Polizei soll seither 121 Opfer und Zeugen befragt haben, in zwei Wochen wird dann der Abschlussbericht erwartet.

Keinen Abschluss gibt es hingegen noch für die Angehörigen der Opfer. Viele werden nach wie vor psychologisch betreut. Teilweise melden sich sogar Bürger, die erst jetzt um Hilfe bitten, sagt Edwin Benko vom Kriseninterventionsteam des Landes Steiermark:
“Viele schieben das Erlebte zunächst weg, weil sie einfach in ihrer Normalität weiterleben möchten. Doch dann kommt ein Zeitungsbericht, eine Radiomeldung oder ein normales Gespräch und plötzlich bricht man zusammen. Wir sind aber da – und das wird auch so bleiben. Jeder kann, darf und soll sich auch melden, wenn er Hilfe braucht.“

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