Émile (2) ermordet?

Großeltern im Verhör!

(27.03.2025) Im skandalösen Todesfall eines zweijährigen Jungen in Frankreich sind die Großeltern und zwei weitere Verwandte jetzt wieder in Freiheit. Staatsanwalt Jean-Luc Blachon erklärte, dass die bisherigen Untersuchungen auf ein "gewaltsames Gesichtstrauma" als Todesursache hinweisen (BFMTV). Daher sind die Festnahmen und Befragungen in den letzten Tagen durchgeführt worden.

Blachon betonte, dass es Hinweise gibt, die auf das Eingreifen eines Dritten schließen lassen. Der tragische Fall betrifft den kleinen Émile, der im Juli 2023 im südfranzösischen Le Vernet verschwand. Bisherigen Informationen zufolge, war der Junge bei seinen Großeltern im Urlaub, als er von ihnen unbeaufsichtigt war. Zwei Zeugen wollen gesehen haben, wie das Kind eine Straße herunterlief.

Nach dem Verschwinden von Émile suchte die Polizei intensiv mit großem Personalaufmarsch. Trotz der Bemühungen der Fahnder, blieben viele Fragen zur genauen Todesursache und zum Verschwinden des Jungen unbeantwortet. Die Justiz ermittelt nun weiterhin sowohl in Richtung eines möglichen Mordes als auch einer fahrlässigen Tötung.

Fast ein Jahr nach Émiles Verschwinden fand eine Spaziergängerin den Schädel des Jungen in einem nahe gelegenen Waldstück. Kurze Zeit später wurden auch Kleidung und Schuhe unweit der Fundstelle entdeckt. "Zwischen einem Sturz des Kindes, fahrlässiger Tötung und Mord können wir noch immer keine These als wahrscheinlicher erachten als die andere", so Blachon zu den bisherigen Erkenntnissen (Le Parisien).

(fd/apa)

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