Grundwehrdienst "unattraktiv"

Darum will keiner zum Heer

(18.07.2019) Ist es wirklich sinnvoll fast alle jungen Männer krampfhaft zum Heer zu schicken? Die von der ÖVP geforderte Teil-Tauglichkeit wird im Netz heiß diskutiert. Damit es endlich wieder mehr Rekruten gibt, sollen die Tauglichkeitskriterien gesenkt werden. Wer nicht kämpfen kann, soll zumindest in der Küche, im Materiallager oder im Büro seinen Grundwehrdienst leisten.

Experten sehen die Pläne kritisch. Hauptproblem seien nämlich nicht die vielen Untauglichen, sondern die Tatsache, dass die meisten gar nicht zum Bundesheer wollen. Militärexperte Gerald Karner:
"Der Grundwehrdienst hat ein Imageproblem. Nach der Volksbefragung ist versprochen worden, die Attraktivität deutlich zu erhöhen. Das ist so leider nicht geschehen. Der Grundwehrdienst ist für viele also nach wie vor deutlich unattraktiver als der Zivildienst bzw. das Nicht-Einrücken."

Hauptproblem: Geldmangel, so Karner:
"Wenn die Unterkünfte desolat sind, wenn die gesamte Infrastruktur desolat ist, wenn Ausbildungsmunition fehlt, dann wird sich an der Attraktivität des Grundwehrdienstes nichts ändern. Das ist ein Faktum, um das sich die Politik auch mit der Senkung der Tauglichkeitskriterien nicht herumdrücken kann."

Oder: Fischsterben

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