Tote bei Wahl!

300 Wahlhelfer gestorben

Eine unfassbare Tragödie erschüttert Indonesien: mehr als 300 Wahlhelfer sind nach der Wahl am 17. April wegen völliger Erschöpfung verstorben. Indonesien zählt mit seinen rund 17.000 Inseln und mehr als 260 Millionen Einwohnern zur drittgrößten Demokratie der Welt.

Bei der XXL Wahl Mitte April stimmen die Bürger über den Präsidenten und auch über das nationale und regionale Parlament ab. Im Land leben ungefähr 90 Millionen Wahlberechtigte, wovon über 80 Prozent an der Wahl teilgenommen haben. Jeder Wähler hat bis zu fünf Stimmzettel abgegeben.

Heftig! Die Wahlhelfer müssen die unfassbare Masse an Stimmzetteln per Hand auszählen! Und das bis zu 30 Stunden am Stück. Die drastischen Folgen sind Übermüdung und völlige Erschöpfung bis zum Tod. Fast 2.000 weitere Helfer müssen sich in ärztliche Behandlung begeben. Für die Hinterbliebenen der Todesopfer soll die Regierung nun für jedes Opfer umgerechnet 2.300 Euro Entschädigung zahlen.

Mit den Ergebnissen der Wahl ist mit Mitte Mai zu rechnen.

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