Hilferuf aus Parlament:

Stecken FPÖ-ler alle an?

(02.04.2021) Große Aufregung im Parlament wegen maskenloser FPÖ-Abgeordneter. Zahlreiche Mitglieder beschweren sich bei der Direktion, weil viele der Covid-19-Maßnahmen nicht eingehalten werden, vor allem von den Blauen. Die FPÖ wehrt sich.

Schon vor einigen Wochen sorgte der maskenlose Auftritt Kickls im U-Ausschuss für Wirbel - nun auch im Parlament. Es sollen immer wieder Beschwerden eingegangen sein. Der Dienststellenausschuss fordert jetzt mit Nachdruck die Einhaltung der Maßnahmen ein. Weil viele der Politiker, allen voran Abgeordnete der FPÖ, sich weigern, Masken zu tragen gefährde man die Gesundheit aller Mitarbeiter. Insbesondere weil man zur „kritischen Infrastruktur" zähle, formuliert der Ausschuss nun auch ein weiteres zentrales Anliegen: Möglichst rasche Impfung für Parlamentsangestellte.

Die FPÖ verteidigt sich. FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl versichert, dass man sich in der FPÖ stets penibel an die gültigen Corona-Vorschriften halte. Hinter den Vorwürfen vermutet er die ÖVP. „Dass nun schon aus dem Hohen Haus an Medien vertrauliche Korrespondenzen gespielt werden, zeigt, dass sich die Kurz-Truppe wohl weniger vor dem Coronavirus fürchtet, als vor einem drohenden Machtverlust.", so Kickl. Dabei seien auch Abgeordnete anderer Parteien immer wieder ohne Masken anzutreffen. Die FPÖ würde sich jedoch im Vergleich an die Vereinbarung halten, dies nicht öffentlich zu thematisieren.

(SMS/APA)

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