Historische WM 2030
64 statt 48 Mannschaften
(25.09.2025) Alejandro Domínguez, Präsident des südamerikanischen Fußballverbandes CONMEBOL, möchte die Fußball-Weltmeisterschaft 2030 aufstocken. Sein Ziel: 64 Mannschaften sollen teilnehmen – er bezeichnet dies als „eine historische WM 2030“. Domínguez hat sich dazu mit FIFA-Präsident Gianni Infantino in New York getroffen, wo es einen ersten Austausch über diese Idee stattgefunden ist.
Einen ersten Vorschlag dazu hatte es bereits im März beim FIFA-Rat gegeben. Er ist von Ignacio Alonso gestammt, dem Präsidenten des uruguayischen Verbandes. Die FIFA hat sich damals so geäußert, dass jeder Vorschlag der FIFA-Ratsmitglieder berücksichtigt wird.
Zur Erinnerung: Die WM 2026 im kommenden Jahr in Mexiko, Kanada und den USA wird bereits mit 48 Mannschaften stattfinden – so viele wie noch nie zuvor. Würden weitere 16 Teams hinzukommen, wäre das genau eine Verdopplung der Teilnehmerzahl im Vergleich zur WM 2022 in Katar, bei der 32 Mannschaften am Start waren.
"Wir wollen zu Einheit, Kreativität und großen Träumen aufrufen. Wenn Fußball von allen gelebt wird, ist das Feiern wirklich weltweit“, so der Conmebol-Präsident Alejandro Domínguez in seinem Instagram-Post, begleitet von einem Foto mit Gianni Infantino und führenden südamerikanischen Funktionären.
Die Fußball-Weltmeisterschaft 2030, die in knapp fünf Jahren stattfindet, wird in insgesamt sechs Ländern ausgetragen: Argentinien, Paraguay, Uruguay, Spanien, Portugal und Marokko. Ob bei so vielen Austragungsländern auch mehr Mannschaften teilnehmen sollten oder nicht, und ob das überhaupt Sinn macht, bleibt weiterhin offen für Diskussionen. Die Aufstockungspläne sorgen vor allem in Europa für Kritik.
(AVL)