Hundeführer in Kaserne getötet

von Militärdiensthunden

(14.11.2019) Tragödie in Niederösterreich! Ein Jagdkommando-Soldat ist in der Kaserne in Wiener Neustadt von Militärdiensthunden getötet worden. Der 31-Jährige ist in der Nacht von Belgischen Schäferhunden angefallen und zerfleischt worden. Dabei handelt es sich um klassische Zugriffshunde. "Ihre Aufgabe ist es, den Angreifer unschädlich zu machen", sagt Bundesheersprecher Michael Bauer.

Was genau in der Nacht passiert ist, ist noch nicht bekannt. Der 31-Jährige ist gegen 16.00 Uhr zur Zwingeranlage aufgebrochen, um die fünf Hunde in der Kaserne zu betreuen. Er ist an diesem Abend für die Betreuung, also Auslauf und Fütterung, der Tiere zuständig gewesen. Sein eigener Diensthund ist im Auto geblieben.

Währenddessen ist der Großteil der Jagdkommando-Soldaten der Flugfeld-Kaserne auf einer Übung in der Steiermark gewesen, so Bundesheersprecher Michael Bauer. In der Nacht haben die diensthabenden Offiziere dann die zwei freilaufenden Belgischen Schäferhunde entdeckt. Ein Tier ist bereits fertig ausgebildet, das zweite erst rund sechs Monate alt. Der Offizier hat einen Hundeführer aufgeweckt. Dieser hat die beiden Tiere gegen 2.00 Uhr wieder eingesperrt und den toten Kollegen mit massiven Bisswunden gefunden. Der Notarzt ist sofort an Ort und Stelle gewesen, doch jegliche Hilfe ist zu spät gekommen.

Der Oberwachtmeister ist seit 2017 als Hundeführer tätig gewesen. Seine Angehörigen und die Kameraden werden jetzt vom Heerespsychologischen Dienst betreut. Das Bundesheer hat eine Unfallkommission mit einem Veterinärmediziner, einem Arzt und einem Juristen eingerichtet. Die Ermittlungen laufen.

Derzeit verfügt das Österreichische Bundesheer über 70 Militärhunde. Davon sind 41 Rottweiler, 15 Belgische und fünf Deutsche Schäferhunde sowie neun Labradore. Ausgebildet werden die Tiere im Militärhundezentrum in Kaisersteinbruch im Burgenland. Im Anschluss werden sie auf mehreren Dienststellen und auch im Ausland eingesetzt.

Bundesheersprecher Michael Bauer im kronehit-Interview
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