Hungersnot für 500.000 Leute

Notsituation im Gazastreifen

(22.08.2025) Im Gazastreifen sind über eine halbe Million Menschen in einer akuten Hungersnot. In der Region um die Stadt Gaza im Norden des Küstenstreifens bekommen rund 514.000 Menschen nicht genug zu essen, teilte die Organisation Integrated Food Security Phase Classification (IPC) am Freitag mit. Bis Ende September werde die Zahl der hungernden Menschen voraussichtlich auf 641.000 ansteigen.

Die IPC ist eine Initiative von 21 Hilfsgruppen und UN-Organisationen, die unter anderem von der EU finanziert wird. Um überhaupt als in Hungersnot eingestuft zu werden, müssen mindestens 20 Prozent der Menschen unter extremer Nahrungsmittelknappheit leiden, jedes dritte Kind akut unterernährt sein und täglich zwei von 10.000 Menschen an Hunger oder den Folgen sterben. Das ist der traurige Alltag für Palästinenser.

Israel widerspricht dem Bericht

Israel weist den Bericht als falsch und voreingenommen zurück. Laut der Militärbehörde Cogat basiere die Untersuchung auf einer Kampagne der Hamas, denn in den vergangenen Wochen soll es so viele Grundnahrungsmittel gegeben haben, dass die örtlichen Märkte mit Grundnahrungsmitteln sogar überschwemmt worden sind. Israel plant die Einnahme von Gaza-Stadt und hat deswegen die Palästinenser aufgefordert, die Region zu verlassen. Verteidigungsminister Israel Katz kündigt intensive Angriffe für das Gebiet an: „Die Tore der Hölle werden sich bald über den Mördern und Vergewaltigern der Hamas in Gaza öffnen – bis sie Israels Bedingungen zur Beendigung des Krieges zustimmen.“

(bg/apa)

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