Hungersnot in Gaza

WHO: "zutiefst alamierend"

(09.11.2024) Internationale Experten für Ernährungssicherheit halten eine "unmittelbar bevorstehende Hungersnot" im umkämpften Norden des Gazastreifens für sehr wahrscheinlich. "Alle Akteure, die direkt in den Konflikt verwickelt sind oder Einfluss auf dessen Verlauf haben, müssen sofort handeln, und zwar binnen Tagen und nicht erst in einigen Wochen, um diese katastrophale Situation abzuwenden", schrieben die unabhängigen Experten der IPC-Initiative für die Analyse von Nahrungskrisen.

Die ungewöhnlich dringliche Warnung der Organisation mit Sitz in Rom kommt kurz vor dem Ablauf einer von den USA am 13. Oktober gesetzten Frist von 30 Tagen, binnen derer Israel die humanitäre Lage im Gazastreifen verbessern müsse. Sonst könnte die US-Militärhilfe eingeschränkt werden. Am Montag hatte der Sprecher des US-Außenministeriums, Matthew Miller, zugestanden, Israel habe wichtige Schritte für mehr humanitäre Hilfe unternommen. Jedoch sei mehr nötig, um die Not zu lindern.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) urgierte sofortige Hilfe. Die jüngste Einschätzung sei "zutiefst alarmierend", schrieb WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus auf der Plattform X. "Wir fordern eine sofortige Aufstockung und sicheren Zugang für humanitäre Hilfe - vor allem Lebensmittel und Medikamente für schwere Unterernährung - innerhalb von Tagen, nicht Wochen."

(APA/JuF)

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