"Ida" fordert erstes Todesopfer

Hurrikan

(30.08.2021) Im Zusammenhang mit dem Hurrikan "Ida" meldet der US-Bundesstaat Louisiana den ersten Todesfall. Eine Person sei durch einen umgestürzten Baum ums Leben gekommen, teilte eine Gemeinde im Umkreis von New Orleans in der Nacht auf Montag mit. Im Süden der USA sind mehr als eine Million Kunden ohne Strom, auch im gesamten Stadtgebiet von New Orleans fiel der Strom aus. Im Süden von Louisiana kam es zu massiven Überflutungen. "Ida" verlor indes über Louisiana weiter an Stärke.

Das Nationale Hurrikanzentrum (NHC) stufte "Ida" rund neun Stunden nach dem Eintreffen in Louisiana auf die Kategorie zwei (von fünf) zurück. Der Wirbelsturm bringe nunmehr maximal anhaltende Windgeschwindigkeiten von 175 Kilometern pro Stunde und noch heftigere Böen mit sich, teilte das NHC am Sonntagabend (Ortszeit) in Miami mit.

Der Hurrikan bewegte sich über Land nur sehr langsam fort, daher sind die Orte in seinem Pfad längerer Zeit extremen Winden ausgesetzt. Experten befürchteten deshalb große Schäden. Ein Abschwächen zu einem Tropensturm wurde dem NHC zufolge nicht vor dem späten Sonntagabend (Ortszeit) erwartet.

"Ida" war am Sonntagmittag (Ortszeit) als "extrem gefährlicher Hurrikan" der Stufe vier auf Land getroffen und Stunden später auf Kategorie drei herabgestuft worden. Das NHC warnte vor heftigem Regen, einer "lebensgefährlichen Sturmflut" und katastrophalen Windböen. Der Wirbelsturm habe beim Erreichen der Küste Windgeschwindigkeiten von rund 240 Kilometern pro Stunde mit sich gebracht, erklärte das NHC.

"Ida" verursachte an einigen Teilen der Küste eine meterhohe Sturmflut. Wie US-Medien berichteten, war die Wucht des ankommenden Wassers so stark gewesen, dass das Wasser im Süden von New Orleans im Mississippi Messungen zufolge rund drei Stunden flussaufwärts floss. Meteorologen warnten zudem, dass die von "Ida" ausgelösten ungewöhnlichen starken Regenfälle weitere Überschwemmungen verursachen könnten. Rettungsdienste stellten in dem Gebiet aus Sicherheitsgründen bis Montag die Arbeit ein.

Fotos und Videos zeigten in den küstennahen Gebieten Häuser, die unter Wasser standen, Straßen die zu Flüssen wurden, abgedeckte Häuser und zahlreiche entwurzelte Bäume. Besonders betroffen waren niedrig liegende Gebiete südwestlich der Stadt New Orleans, für die es zuvor zumeist Evakuierungsanordnungen gegeben hatte. Auch aus der weiter nördlich gelegenen Kleinstadt Houma mit rund 30.000 Einwohnern, die direkt im Pfad des Sturms lag, kamen erste Berichte über schwere Schäden. Auch in New Orleans waren Überschwemmungen und Schäden an Gebäuden zu sehen.

(mt/apa)

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