Immer mehr fettleibige Kinder

Sogar mehr als untergewichtige

(10.09.2025) Mehr als jedes vierte Kind in Österreich ist übergewichtig. Das ist keine Seltenheit, wie ein neuer UNICEF-Ernährungsbericht zeigt:

Erstmals gibt es in den meisten Regionen der Welt mehr fettleibige als untergewichtige Kinder. Während seit 2000 das Untergewicht bei 5 bis 19-Jährigen auf rund 9,2 Prozent zurückging, stieg Übergewicht drastisch auf 9,4 Prozent. Aus diesem Ergebnis ausgenommen sind lediglich die beiden Regionen Subsahara-Afrika und Südasien.

Besonders in reichen Ländern

Diese Zahlen ergeben sich aus Daten aus über 190 Ländern und umfasst unter anderem Haushaltsbefragungen, Schätzungen und Prognosen. Was auch auffällt: In vielen Ländern mit hohem Einkommen, wie beispielsweise Chile oder der Vereinigten Arabischen Emirate, ist der Anteil adipöser Kinder und Jugendlicher sehr hoch. In Österreich ist der Anteil der Übergewichtigen seit 2000 außerdem sehr stark angestiegen - von 22 auf 28 Prozent.

Warnung vor stark verarbeiteten Lebensmitteln

UNICEF-Exekutivdirektion Catherine Russell warnt: "Fettleibigkeit ist ein wachsendes Problem, das sich auf die Gesundheit und Entwicklung von Kindern auswirken kann. Stark verarbeitete Lebensmittel ersetzen zunehmend Obst, Gemüse und Proteine in einer Lebensphase, in der Ernährung eine entscheidende Rolle für das Wachstum, die kognitive Entwicklung und die psychische Gesundheit von Kindern spielt." Zudem seien stark verarbeitete Lebensmittel und Fast Food oft zu preiswert und das aggressive Marketing der Lebensmittel- und Getränkeindustrie beeinflussen das junge Publikum über digitale Kanäle.

Mexiko als Vorbild

Was kann man genau dagegen tun? Das fragen sich sicherlich jetzt einige. Vor allem deswegen, weil die Folgen der Fehlernährung weitaus über gesundheitliche Risiken gehen. Übergewichtige Kinder fehlen laut UNICEF häufiger in der Schule, haben Probleme mit ihrem Selbstwertgefühl und sind häufiger Mobbing ausgesetzt. Einmal in der Kindheit oder Jugend entstanden, ist Fettleibigkeit auch nur schwer rückgängig zu machen und bleibt oftmals bis ins Erwachsenenalter bestehen.

Wen der Report aber auch positiv heraushebt, ist Mexiko. Dort hat die Regierung kürzlich den Verkauf und Vertrieb von stark verarbeiteten Lebensmitteln und Produkten mit hohem Salz-, Zucker- und Fettgehalt in öffentlichen Schulen verboten. Davon profitierten über 34 Millionen Kinder.

(bg/apa)

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