Impfgegner protestieren

Ausschreitungen in Europa

(23.07.2021) Der Widerstand gegen die Verschärfung von Corona-Maßnahmen in Europa wird immer massiver. Vor dem slowakischen Parlament kam es am Freitag zu Zusammenstößen zwischen Corona-Impfgegnern und der Polizei. Auch in der norditalienischen Stadt Turin war es am Donnerstagabend zu Protesten gekommen.

Die Protestierenden in der Slowakei skandierten demnach Sprüche wie "Impffaschismus", "Gestapo" und "Wir geben nicht auf". Hintergrund ist ein Gesetzesvorhaben, das Erleichterungen für Geimpfte zum Beispiel beim Einkaufen in Geschäften ermöglichen soll. "Wir ergreifen diese Maßnahmen, um das Leben aller Bürger zu schützen - auch zum Schutz der Demonstranten", sagte Ministerpräsident Eduard Heger.

In Italien protestierten Gegner des sogenannten Grünen Passes ebenfalls gegen strengere Zutrittsregeln zu Restaurants und Bars im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Etwa 2.000 Menschen versammelten sich Medienberichten zufolge am späten Donnerstagabend zu einer Kundgebung in Turin. "Nein zum Grünen Pass", forderten die Demonstranten, wie im Fernsehen zu sehen war. Das digitale Corona-Zertifikat der EU wird in Italien auch Grüner Pass genannt.

Auch in Athen und anderen Städten Griechenlands war es in den vergangenen Tagen zu Demonstrationen von Impfgegnern gekommen. Sie warfen der Regierung vor, dass eine Impfpflicht nicht verfassungskonform sei. Unter den Demonstranten waren zahlreiche Rechtsextremisten und religiöse Eiferer. In einigen Fällen kam es zu Ausschreitungen. Die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer ein, um radikale Impfgegner auseinander zu treiben.

(APA/CD)

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