Impfpläne europäischer Länder

Gemeinsamer Start am 27. Dezember

(21.12.2020) In der Europäischen Union steht der erste Covid-19-Impfstoff kurz vor der Zulassung. Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hat grünes Licht für den Einsatz des Mittels des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer gegeben. Die finale Entscheidung muss nun von der EU-Kommission gefällt werden. Ihre Zustimmung gilt als sicher.

Mit Impfungen in der EU könnte damit in Kürze begonnen werden. Vorige Woche hatte von der Leyen erklärt, dass die Länder mit dem 27. bis 29. Dezember als Starttermin für die Impfungen planen könnten.

Hier checkst du dir einen Überblick über die Impfpläne europäischer Länder:

Österreich startet am 27. Dezember mit den Impfungen. 10.000 Dosen sollen zur Verfügung stehen. Gestartet wird mit Impfungen für Menschen in Alten- und Pflegeheimen, für das Gesundheitspersonal und in Hochrisikogruppen. "Es muss uns bewusst sein, dass nicht alle, die es wollen, gleich zu Beginn geimpft werden können. Über das gesamte Jahr hinweg und mit der zu erwartenden Zulassung weiterer Impfstoffe werden jedoch ausreichend Vakzine für alle zur Verfügung stehen", Alexander Herzog, Generalsekretär.

Deutschland startet ebenso am Sonntag. Dabei sollen vor allem ältere und gefährdete Menschen in Pflege- und Altersheimen Vorrang haben. Der deutsche Gesundheitsminsiter Jens Spahn hat die Reihenfolge in einer Verordnung geregelt. Darin sind drei Gruppen mit "höchster", "hoher" und "erhöhter" Priorität genannt. Höchsten Vorrang haben Personen ab 80 Jahren, Menschen in Alten- und Pflegeheimen, deren Pflegekräfte wie auch medizinisches Personal etwa auf Intensivstationen. Hohe Priorität genießen Personen ab 70 Jahren und Demenzkranke, Polizisten etwa bei Demonstrationen, aber auch Personen in Obdachlosen- und Asylbewerberunterkünften. Erhöhte Priorität gilt für Personen ab 60 Jahren, Menschen mit bestimmten Erkrankungen - aber auch für Erzieher, Lehrer und Personen im Lebensmittel-Einzelhandel.

Zahlreiche weitere Länder wollen ebenfalls am 27. Dezember starten. Dazu gehören Frankreich, Italien, Spanien und Bulgarien. Ungarn will laut Ministerpräsident Viktor Orban am 27. oder 28. Dezember beginnen. In Frankreich soll mit Risikogruppen wie etwa älteren Menschen begonnen werden, in Italien sollen Mitarbeiter des Gesundheitswesens die ersten Impfungen erhalten.

Die Schweiz will noch diese Woche mit den Impfungen starten. Begonnen werden soll ebenfalls bei den Menschen, die besonders gefährdet sind. Ein landesweites Programm soll dann am 4. Jänner starten. Ziel der Regierung ist es, dass bis Mitte 2021 jeder, der sich impfen lassen will, eine kostenlose Impfung erhält.

Die Niederlande werden am 8. Jänner mit Impfungen beginnen. "Wir haben uns für eine Planung entschieden, die vorsichtig, sicher und verantwortungsvoll ist" sagte Gesundheitsminister Hugo de Jonge in der vergangenen Woche.

(mt/apa)

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