Impfung: So erkennst du Fake-News

Zahlreiche Falschbehauptungen im Netz

(10.09.2021) Das Tempo der Corona-Impfungen in Österreich hat stark abgenommen. Das könnte mitunter auch an den vielen Falschbehauptungen liegen, die das Stimmungsbild der Gesellschaft mitbestimmt. So erkennst du Corona-Fake-News im Netz:

Infragestellen der Wirksamkeit

Es ist schlüssig, wenn sich mit einer hohen Impfrate in der Bevölkerung auch der Anteil der Geimpften unter den Hospitalisierungen erhöht. Doch Impfgegner verweisen häufig rein auf die absoluten Zahlen Geimpfter in Spitälern. So soll der Eindruck entstehen, dass Impfungen nicht effektiv und Impfdurchbrüche die Normalität sind. Dass vonseiten der Wissenschaft immer wieder darauf hingewiesen wird, dass Impfungen einen sehr hohen, aber keinen hundertprozentigen Schutz bieten, wird in Falschbehauptungen verschwiegen.

Rechentricks

Ein weiterer Trick besteht darin, unter dem Begriff Geimpfte nicht nur Vollimmunisierte zu erfassen, sondern auch Menschen mit einer Teilimpfung oder mit gerade erst erfolgter zweiter Teilimpfung. Da sich bei dieser Gruppe noch nicht die volle Schutzwirkung entfalten konnte, ist es irreführend, sie als Geimpfte zu bezeichnen.

Die Angst vor Langzeitfolgen

Darüber hinaus wird gerne mit der Angst der Menschen vor Langzeitfolgen gespielt. Diese entsteht dadurch, dass es derzeit noch niemanden gibt, der bereits vor Jahren eine Corona-Impfung erhalten hat. Wissenschaftlerinne und Wissenschaftler sind sich jedoch einig, dass sich lang anhaltende Nebenwirkungen von Impfungen höchstwahrscheinlich bereits Wochen nach der Impfung zeigen würden.

Erhöhung des Risikos von Nebenwirkungen

Impfreaktionen sind ein gutes Zeichen, weil man sieht, dass das Immunsystem arbeitet. Auch Nebenwirkungen sind bei Impfungen möglich, das ist ein Fakt. In alternativen Medien wird allerdings oft fälschlicherweise der Begriff der Impfschäden verwendet, da er beängstigender klingt.

Natürlich ist es möglich, dass in seltenen Fällen auch schwere Nebenwirkungen auftreten. Dies ist allerdings extrem unwahrscheinlich. Impfgegner setzen hier bei Menschen an, die diese extrem geringe Chance nicht einordnen können, und versuchen, dem Risiko eine beängstigend hohe Chance zuzusprechen. In Österreich ist bisher nur ein Todesfall mit der Impfung in Zusammenhang gebracht worden.

Angst vor Unfruchtbarkeit und Fehlgeburten

Auch Themen wie Unfruchtbarkeit und Fehlgeburten werden von Impfgegnern instrumentalisiert. Tausendfach verbreiten sie etwa Behauptungen, dass geimpfte Frauen überdurchschnittlich oft eine Fehlgeburt erlitten hätten oder dass die Impfung zu Unfruchtbarkeit führen könne. Für beides gibt es keinerlei Hinweise, wie Gesundheitsinstitutionen und Expertinnen und Experten in regelmäßigen Abständen betonen sowie Studien belegen.

Bei der von Maßnahmengegnern oft angeführten Rate an Fehlgeburten wird außer Acht gelassen, dass die Werte völlig im Durchschnitt liegen. Für geimpfte Schwangere lassen sich daraus keine Sicherheitsbedenken ableiten.

Das Problem mit der Entscheidungsfreiheit

Die Corona-Impfung ist für jeden Menschen eine freie Entscheidung. Tatsächlich wählt man hier aber nicht zwischen Impfen und Nicht-Impfen, sondern zwischen Impfen und Corona-Infektion. Virologinnen und Virologen warnen nämlich, dass sich beinahe jeder früher oder später mit dem Virus infizieren wird und damit für Ungeimpfte im Vergleich zur Impfung viel höhere Risiken zu tragen wären.

Impfgegner erkennen dieses Dilemma nicht oder verharmlosen es. So wird etwa damit argumentiert, dass Covid-19 nur eine Grippe sei oder gar nicht existiere. Es würden sowieso nur Leute mit bestimmten Vorerkrankungen sterben, das Risiko bei Impfungen sei viel höher und das eigene Immunsystem reiche für die Bekämpfung des neuartigen Virus aus. Diese Form der Verdrängung führt Menschen auch oft zu angeblichen alternativen Heilmitteln, die mitunter gefährlich sein können.

Vermeintliche Nachteile von Geimpften

Die Behauptungen sind hier teilweise auch sehr ausgefallen. So sollen Einstichstellen magnetisch werden, Geimpfte aufgrund von Thrombosegefahr nicht mehr fliegen dürfen oder die Nadel der Spritze im Körper bleiben. Belege dafür gibt es freilich nicht. Für Aufsehen sorgte auch die äußerst kuriose, aber dennoch weitverbreitete Theorie, dass Geimpfte den Impfstoff wie ein Virus durch Kontakt mit anderen Menschen weitergeben können. Übertragen eines verabreichten Covid-Impfstoffes von Mensch zu Mensch nicht möglich.

Schnelles Entstehen des Impfstoffes

In den Fokus rückte die EU auch in Bezug auf den beschleunigten Zulassungsprozess. Zwar stimmt es, dass viele Phasen in der Herstellungsphase, die normalerweise Monate dauern würden, angesichts der drängenden Pandemie-Lage schneller abgewickelt wurden. Allerdings wurden alle notwendigen Schritte durchgeführt und die Sicherheit der Impfstoffe abgeklärt.

(APA/CD)

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