Iran: Atomanlagen nicht zerstört?

US-Geheimdienst berichtet

(25.06.2025) Die US-Angriffe haben einem US-Geheimdienstbericht zufolge das iranische Atomprogramm nur um einige Monate zurückgeworfen. US-Medien berichten gestern, dass die Angriffe die Zentrifugen und Vorräte an angereichertem Uran nicht vollständig zerstört hätten. Die Zugänge zu einigen Anlagen wären versperrt, ohne dass unterirdische Gebäude zerstört wurden. US-Präsident Donald Trump wies die Berichte zurück. "Die Nuklearanlagen im Iran sind vollständig zerstört!"

Weißes Haus: "völlig falsch"

Kurz zuvor bestätigt die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, zwar die Echtheit der Geheimdienst-Einschätzung. Sie sagt jedoch, sie sei "völlig falsch und als 'streng geheim' eingestuft worden, aber trotzdem durchgesickert". Die Weitergabe dieser "angeblichen Einschätzung" sei ein "klarer Versuch", Trump und die "mutigen Kampfpiloten" zu diskreditieren. Leavitt bezeichnet die Mission als "perfekt ausgeführt" und erklärt im Onlinedienst X: "Jeder weiß, was passiert, wenn man 14 30.000-Pfund-Bomben perfekt auf ihre Ziele abwirft: totale Vernichtung."

B-2-Kampfflugzeuge der USA haben am Wochenende zwei iranische Atomanlagen mit bunkerbrechenden Bomben vom Typ GBU-57 angegriffen. Ein U-Boot hat eine dritte Anlage mit Tomahawk-Marschflugkörpern angegriffen. Trump hat die Angriffe als "spektakulären militärischen Erfolg" bezeichnet und gesagt, sie hätten die Atomanlagen "ausgelöscht". Von der iranischen Regierung heißt es gestern, sie habe die "notwendigen Maßnahmen" ergriffen, um die Fortsetzung des Atomprogramms sicherzustellen.

(APA/EC)

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