Iraner prügeln sich in Wien

Demo in Floridsdorf eskaliert

(05.03.2026) Eine Demonstration rund um ein islamisches Zentrum in Wien-Floridsdorf ist am Mittwochabend völlig eskaliert. Nach einer Trauerveranstaltung für den iranischen Machthaber Ayatollah Ali Khamenei kam es zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen iranischen Hardlinern und Exil-Iranern. Neun Menschen wurden verletzt, mehrere kamen ins Krankenhaus.

Trauerfeier für Khamenei löst Protest aus

Auslöser der Spannungen war laut Medienberichten eine Veranstaltung im Islamischen Zentrum in der Richard-Neutra-Gasse im 21. Wiener Bezirk. Dort gedachten Anhänger des iranischen Regimes des Todes von Ayatollah Ali Khamenei. Die Veranstaltung endete gegen 20 Uhr, doch sie rief Gegendemonstranten auf den Plan. Viele iranische Exil-Oppositionelle wollten gegen das Treffen der Hardliner protestieren.

Gewalt mit Stöcken und Holzlatten

Gegen 22 Uhr gingen zahlreiche Notrufe bei der Polizei ein. Laut Behörden waren rund 70 Personen in eine gewaltsame Auseinandersetzung verwickelt. Dabei kamen Stöcke und Holzlatten zum Einsatz. Die Einsatzkräfte rückten mit einem größeren Aufgebot an, um die Situation zu beruhigen.

„Insgesamt neun Personen wurden verletzt. Sie wurden von der Berufsrettung Wien notfallmedizinisch versorgt, sieben von ihnen anschließend ins Spital gebracht“, sagte Wiens Polizeisprecher Markus Dittrich laut der „Kronen Zeitung“.

Neben den Verletzten gab es zwei Festnahmen sowie rund 20 Anzeigen, berichtete die „Krone“.

Politische Kritik am islamischen Zentrum

Auch Lokalpolitiker reagierten auf die Eskalation. Vertreter der FPÖ Floridsdorf waren nach eigenen Angaben vor Ort. Bezirksparteichef Karl Mareda kritisierte die Behörden scharf. „Für uns ist absolut unverständlich, dass die rote Stadt und der schwarze Innenminister hier seit Jahren überhaupt nichts dagegen machen“, sagte Mareda laut „Krone“. Seine Partei fordert schon länger Maßnahmen gegen das Zentrum in der Richard-Neutra-Gasse.

Anwohner klagen über große Menschenansammlungen

Auch Bewohner der Umgebung melden seit längerem Probleme. Laut der „Kronen Zeitung“ würden sich regelmäßig Hunderte Autos rund um das Zentrum stauen, vor allem am Freitagnachmittag. Viele Anrainer wünschen sich daher ein Einschreiten der Behörden – spätestens nach den gewalttätigen Ausschreitungen mit Verletzten.

(fd)

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