IS-Attacke zu Weihnachten?

Die Sorge vor einem Terrorakt zu Weihnachten wächst. Die Extremistenmiliz 'Islamischer Staat' könnte rund um die Feiertage versuchen, auch hierzulande aktiv zu werden, meinen IS-Experten heute. Der Islamische Staat verschärft ja nach mehreren verlorenen Schlachten spürbar seine Gangart. Jetzt werden auch schon Männer aus den eigenen Reihen getötet. Jeder, der nicht überzeugend genug kämpft oder desertieren will, wird hingerichtet. Über 100 Kämpfer, darunter auch Europäer, sollen ermordet worden sein. Ein erfolgreicher Terroranschlag in der westlichen Welt könnte die Kriegsmoral in den IS-Reihen wieder erhöhen.

Abu Ibrahim, ein syrischer Menschenrechtsaktivist ist vor Kurzem aus der IS-Hochburg Raqqa geflüchtet. Er meint, es sei etwas im Busch:
“Ich glaube der IS plant etwas im Westen, so wie zuletzt in Australien oder Belgien. Sie könnten versuchen, etwas in der Weihnachtszeit zu machen, um die Leute in Panik zu versetzen. Am wahrscheinlichsten wäre das in Europa, denn dort könnten sie sich als Flüchtlinge getarnt einschleichen. Sozusagen als schlafende Terrorzellen!“

Weihnachten im Islamischen Staat

Besonders für die Minderheiten in Syrien und im Irak ist Weihnachten derzeit so weit weg wie noch nie. Abu Ibrahim hat früher in Raqqa, auch als Moslem, eine katholische Schule besucht und mit seinen Freunden Weihnachten gefeiert:
„Es ist wirklich traurig, vor dem Krieg hatten wir in Syrien auch so etwas wie den Weihnachtsmann. Viele Muslime und Christen haben die religiösen Feste zusammen gefeiert. Jetzt ist das unmöglich. Allein über Weihnachten zu sprechen ist streng verboten und gefährlich.“

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