Islam-Studie: Radikalisierung in Ö

(02.08.2017) Der Wiener Islam-Wissenschaftler Ednan Aslan sorgt schon wieder für Schlagzeilen - und zwar mit einer neuen Studie über radikalisierte Jugendliche in Österreich! Dazu wurden 29 Teenies in Gefängnissen und Jugendeinrichtungen interviewt, die sich in unterschiedlichen Phasen der Radikalisierung befinden. 15 der Gefangenen befinden sich aufgrund terroristischer Straftaten in Haft.

Das Fazit: Der Großteil der Radikalisierten stammt aus einem gläubigen Elternhaus und hatte auch schon vor der Radikalisierung gute Religionskenntnisse. Das heißt, die Kids wissen genau, wovon sie reden, so die Studie. Die Betroffenen würden sich meist nicht isoliert radikalisieren, sondern in einem bereits extremistisch geprägten Umfeld.

Das Problem: Die radikalisierten Jugendlichen haben aber den falschen Zugang zur Religion. Carla Amina Baghajati von der Islamischen Glaubensgemeinschaft:
"Ich denke, auch diese Studie zeigt, was wir schon lange wissen. Präventionsarbeit muss auch beim theologischen Aspekt ansetzen. Frieden mit Gott kann man nur haben, wenn man Frieden mit den Mitmenschen hat - egal welcher Religion oder Herkunft. Die Radikalisierung hat aber bestimmt nie in den Moscheen stattgefunden - da kenne ich persönlich keinen einzigen Fall. Wichtig ist nun die Präventionsarbeit und dazu kann man zum Beispiel auch die Erfahrungen der inhaftierten Jugendlichen nutzen."

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