Italien bleibt im Teil-Lockdown

Verlängerung bis Mai

(27.03.2021) Italien will die Corona-Maßnahmen über die Zeit nach Ostern verlängern. Bis zum 30. April wird es Italien-weit keine gelben Regionen geben. Erst ab Mai kann Italien mit einer Lockerung der Restriktionen rechnen, heißt es aus der italienischen Regierung.

Während die effektive Corona-Reproduktionszahl in Italien im Vergleich zur Vorwoche von 1,16 auf 1,08 gesunken ist, sollen alle 20 italienischen Regionen je nach Infektionszahlen orange oder rot sein. Über die Osterfeiertage vom 3. bis zum 6. April ist ganz Italien eine rote Zone. Das öffentliche Leben wird damit weiterhin sehr stark eingeschränkt, denn Bars, Restaurants und die meisten Geschäfte bleiben zu.

Die Menschen dürfen nicht mehr im öffentlichen Raum essen oder trinken und sollen ihre Häuser nur noch für notwendige Dinge wie etwa zum Einkaufen oder für Arztbesuche verlassen. Nach Ostern sollen Schulen jedoch schrittweise wieder öffnen. Kinder bis zur sechsten Schulstufe können wieder zurück in die Klasse. Um die Rückkehr zum sicheren Präsenzunterricht zu erleichtern, sollen Schüler wöchentlich getestet werden, lautet ein Vorhaben der Regierung. Dagegen gab es am Freitag Italien-weit Proteste von Eltern und Schülern.

Die Experten sind optimistisch, dass die Restriktionen bald greifen werden. "Die Epidemiekurve verlangsamt sich. Wir beobachten erste Signale der Stabilisierung mit einem Rückgang der Neuinfektionen", sagte der Präsident von Italiens Oberstem Gesundheitsinstitut (ISS), Silvio Brusaferro, laut Medienangaben am Freitagabend.

(mkm/APA)

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