Italiens "Patient 1" ist Papa

Ein Zeichen der Hoffnung

(08.04.2020) In Italien, dem Land mit mehr als 17.000 Coronavirus-Todesfällen, gibt es auch Lichtblicke. Die Bevölkerung feiert die Geburt von Giulia. Das Besondere an Ihr: Giulia ist die Tochter des inzwischen genesenen "Patienten 1", Mattia. Das Mädchen kam Dienstagabend im Mailänder Krankenhaus "Buzzi" zur Welt, nachdem beide Eltern vom Covid-19 wieder genesen waren. Ihr Vater Mattia war der erste Coronavirus-Kranke in Italien.

Mattia 18 Tage auf der Intensivstation

Die Nachricht, dass der Manager des Konzerns Unilever als erster Italiener an Covid-19 erkrankt war, erschütterte am 20. Februar das ganze Land. Seitdem wütet die Epidemie, die dem Land bis heute 17.127 Menschenleben gekostet haben dürfte. Mattia und seine Frau Valentina wurden ins Krankenhaus eingeliefert.

Mama Valentina hatte einen leichten Verlauf und konnte nach vierzehn Tagen Quarantäne wieder nach Hause. Papa Mattia kämpfte achtzehn Tage lang ums Überleben auf der Intensivstation. Die Hoffnung, die Geburt seiner Tochter zu erleben, hielt den 38-Jährigen am Leben. Dass Giulia auf die Welt kam, war ein Hoffnungsschimmer für ganz Italien.

(ak)

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