Kaninchen illegal gepierct

Pfotenhilfe schlägt Alarm

(15.01.2020) Schock beim Tierschutzhof Pfotenhilfe: Eine Frau hat Anfang der Woche ihre vier Kaninchen abgegeben, die sie nicht mehr wollte. Das kommt leider gerade nach Weihnachten oft vor. Das krasse an diesem Fall: Eines der Kaninchen hatte ein Piercing im Ohr, was laut Tierschutzgesetz strengstens verboten ist. Die Tierpflegerin hat die Frau sofort darauf aufmerksam gemacht. Diese hat sich auf ihre Tierärztin ausgeredet, an deren Namen sie sich aber nicht mehr erinnern konnte.

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"Bei Tieren sind Piercings genauso verboten wie Tätowierungen und Fellfärbungen. Ausgenommen davon sind nur genau geregelte Tierkennzeichnungen wie etwa Ohrmarken bei Rindern. Aber in Zeiten von elektronischer Chipkennzeichnung müsste auch das nicht mehr sein, denn Pferden, Hunden oder Katzen wird ja auch kein Loch ins Ohr gestanzt", ärgert sich die Pfotenhilfe-Geschäftsführerin Johanna Stadler.

"Wenn sich jemand selbst dafür entscheidet, sich piercen zu lassen, ist das seine Sache, aber an diesem perversen Fall sieht man wieder, dass viele Menschen sich aus rein egoistischen Gründen Tiere kaufen und sie wie ein Spielzeug behandeln. In solchen Fällen empfehle ich wirklich Stofftiere, damit erspart man allen Beteiligten viel Leid, Ärger und Geld."

(mt/ 15.01.20)

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