Karfreitag: Niemand happy

AK: "Bringt niemandem was"

Riesenkritik an der Karfreitags-Lösung der Regierung. Künftig wird der Karfreitag ja zum halben Feiertag für alle. Bedeutet: Ab 14 Uhr haben wir an diesem Tag frei. Das bedeutet aber auch eine Verschlechterung für evangelische Arbeitnehmer. Denn auch die müssen künftig an diesem für sie so hohen Feiertag arbeiten.

Und das geht gar nicht, sagt Michael Bünker, Bischof der evangelischen Kirche:
"Es gibt in zahlreichen evangelischen Pfarrgemeinden am Vormittag Gottesdienste. Und diese Gottesdienste können nicht besucht werden, wenn man in die Arbeit muss. Der Karfreitag ist für die evangelische Kirche von enormer Bedeutung, daher bin ich alles andere als glücklich mit dieser Regelung."

Auch die Arbeiterkammer ist unzufrieden. Josef Pesserl, Präsident der AK Steiermark:
"Das ist ganz schwach. Das ist in Wahrheit keine Lösung, sondern eine halbe Sache. Wir fordern ganz deutlich, dass der Karfreitag zu einem echten Feiertag für alle gemacht wird. Das haben sich die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auch verdient."

Zudem gibt es viele offene Fragen, sagt Wiens AK-Präsidentin Renate Anderl:
"Was ist mit dem Handel? Sperren auch alle Geschäfte um 14 Uhr? Wenn nicht, gibt es dann einen Zuschlag für die Mitarbeiter? Was ist mit jenen, die täglich von 6 bis 14 Uhr arbeiten. Haben die dann gar nichts von dieser Lösung?"

Anderl kritisiert weiters, dass ein halber Arbeitstag um 12 und nicht um 14 Uhr endet. Somit sei es also eigentlich nur ein Viertel-Feiertag.

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