Kärnten: Heftige Schneefälle

Verkehrsprobleme und Chaos

(16.01.2023) Schneefälle haben am Montag in Kärnten für Verkehrsbehinderungen, Unfälle und Probleme bei der Stromversorgung gesorgt. Vor allem Verkehrsunfälle und umgestürzte Bäume sorgten für 260 Feuerwehreinsätze. Für höher gelegene Straßen galt vielerorts Schneekettenpflicht. Der Wurzenpass (B109) wurde wegen Lawinengefahr gesperrt. Die Schneefälle sollten laut Prognosen bis Mittag überall abklingen. Für die nächsten Tage sind weitere Niederschläge angesagt.

Geosphere Austria berichtete in einer Aussendung, dass der Schwerpunkt des Schneefalls vor allem Osttirol und Oberkärnten war. In Oberkärnten gab es auch in tiefen Lagen fünf bis 15 Zentimeter Neuschnee. Beim Flughafen Klagenfurt waren es 16 Zentimeter. In Bad Eisenkappel hatte es 30 Zentimeter, in Bad Bleiberg 40 Zentimeter und am Loiblpass 50 Zentimeter geschneit.

Die Feuerwehren mussten wegen Verkehrsunfällen auf den verschneiten Straßen und umgestürzter Bäume ausrücken. Die Landesalarm- und Warnzentrale (LAWZ) berichtete in einer Aussendung von 260 Einsätzen von Mitternacht bis zum späten Vormittag. Besonders im Frühverkehr gab es vermehrt Einsätze. Fahrzeuge mussten gesichert und geborgen werden. Durch den nassen und schweren Schnee stürzten zahlreiche Bäume um, blockierten Straßen und beschädigten Stromleitungen. Insgesamt waren 125 Feuerwehren mit 1.100 Feuerwehrleuten im Einsatz. Im Laufe des Vormittags entspannte sich die Situation. Gegen 11.30 Uhr waren noch 20 Feuerwehren im Einsatz.

Gegen 1.30 Uhr hatte ein 60-jähriger Kärntner auf der schneebedeckten Südautobahn (A2) auf Höhe Velden (Bezirk Villach-Land) die Kontrolle über seinen Pkw verloren. Laut Polizei geriet das Auto ins Schleudern und prallte gegen einen Aufpralldämpfer. Der Lenker und drei weitere Personen im Fahrzeug, darunter eine Dreijährige, wurden leicht verletzt.

Ein Müllentsorgungslaster kam in Spittal an der Drau von einer schneebedeckten Straße ab, rutschte über eine abschüssige Wiese und über ein Garagendach, bevor er seitlich am Zaun des steilen Grundstücks hängen blieb. Die Feuerwehr sicherte den Lkw vorübergehend mit Seilen, er soll mit Spezialgerät bis Mittag geborgen werden. Der 51-jährige Lenker musste mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus.

Auch im Klagenfurter Frühverkehr kam es zu Verzögerungen und Problemen. Die Stadtverwaltung gab auch eine Warnung aus, wonach Parks nicht betreten werden sollen. Es bestehe Schneebruchgefahr. Der besonders feuchte und schwere Schnee könne Äste leicht brechen lassen und Passanten verletzen, hieß es in einer Aussendung.

Schneebruch sorgte vor allem in Mittel- und Unterkärnten für Stromausfälle, besonders betroffen waren die Bezirke Villach-Land und Klagenfurt-Land, aber auch St. Veit an der Glan, Völkermarkt und Wolfsberg. Bis zu 13.000 Haushalte im Bundesland waren laut Energieversorger Kelag nicht versorgt, gegen 11.30 Uhr waren es noch 4.000, sagte ein Sprecher zur APA. 100 Monteure waren im Einsatz. Wegen der schwierigen Straßenverhältnisse hatten sie oftmals Probleme, zu den Schadstellen zu gelangen.

Die Arbeiterkammer teilte in einer Aussendung mit, dass der Schnee als Dienstverhinderung gelten könne, wenn der Weg in die Arbeit unzumutbar ist, und dann kein Urlaubstag oder Zeitausgleich verrechnet werden dürfe. Viele hätten aufgrund der Schneefälle Probleme, pünktlich oder überhaupt in die Arbeit zu kommen. Es sei aber die Pflicht des Dienstnehmers, alle zumutbaren Vorkehrungen zu treffen, um pünktlich in der Arbeit zu erscheinen, also etwa früher aufzubrechen oder als gesunder Mensch einige wenige Kilometer zu Fuß zu gehen. Was genau zumutbar ist, müsse im Einzelfall geprüft werden.

(apa/makl)

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