Happy Slapping: User müssen sich selbst hinterfragen

Internetuser müssen im Kampf gegen „Happy Slapping“ mithelfen, fordern Experten. Gemeint sind Gewaltvideos, die in Sozialen Netzwerken die Runde machen. Unlängst ist ja ein Fall aus Oberösterreich bekannt geworden. Ein junger Mann verbrennt einem Jugendlichen absichtlich mit einer Stichflamme aus einer Spraydose das Gesicht. Ein anderer filmt mit. Das Video landet im Internet. Da solche Clips oft unzählige Tausend mal angeklickt und weitergeschickt werden, bekommen die Täter die erhoffe Aufmerksamkeit. Wer draufklickt, macht sich also mitschuldig. Kinder- und Jugendpsychologe Roland Bugram:

„Man kann das mit Kinderpornografie vergleichen. Wer solche Videos konsumiert und nicht reagiert, macht sich irgendwo strafbar. Das Internet ist nun mal leider auch eine Plattform für Wahnsinnige. Wer solche Clips entdeckt, soll sie umgehend melden. Nicht weiterverbreiten. Und man muss sich auch überlegen, ob man mit solchen Tätern überhaupt befreundet sein will.“

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