Keller-Verlies: Warum?

"Tätern geht es um Macht"

Was bringt jemanden dazu, Menschen jahrelang in einem Keller-Verlies gefangen zu halten? Die Ermittlungen in den Niederlanden laufen auf Hochtouren. Der gebürtige Wiener ist in Haft und wird der Freiheitsberaubung verdächtigt. Er soll ja fünf Kinder und deren Vater 9 Jahre lang in einem Keller versteckt gehalten haben. Die Hintergründe sind noch unklar, der Österreicher könnte die Opfer aber mit Weltuntergangsszenarien eingeschüchtert haben. Ob es auch ein sexuelles Motiv gibt und ob Gewalt im Spiel war, ist noch Gegenstand von Ermittlungen.

Die Tat erinnert aber automatisch an Männer wie Kampusch-Entführer Wolfgang Priklopil oder auch Josef Fritzl. Kriminalpsychologe Christian Lüdke:
"Das Gemeinsame bei solchen Tätern ist das Gefühl der eigenen Grandiosität. Ich bin der Größte, da sind Menschen, die alles das tun, was ich ihnen sage. Sie schüchtern ihre Opfer ein, machen ihnen große Angst. Das gibt ihnen ein enormes Machtgefühl. Diese Kontrolle über andere ist für sie wie eine Droge."

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