KI überwacht Mitarbeiter

im Homeoffice

(02.04.2021) Neues Überwachungssystem im Homeoffice sorgt für Aufsehen: Tausende Callcenter-Mitarbeiter sollen künftig mit Hightech-Webcams im Homeoffice überwacht werden. Die Kameras sollen erkennen, wer untätig ist, unerlaubt das Handy nutzt oder isst. Das System wurde von der französischen Firma Teleperformance entwickelt und wird derzeit in sechs Ländern getestet.

„Hackelt" man nicht, wird's gemeldet

Mit etwa 380.000 Mitarbeitern in 80 Ländern zählt das französische Unternehmen Teleperformance zu den größten Callcenter-Unternehmen der Welt. Wegen der Corona-Pandemie mussten auch sie zahlreiche Mitarbeiter ins Homeoffice schicken. Einige der rund 10.000 britischen Mitarbeiter seien dem „Guardian“ zufolge nun darüber informiert worden, dass sie künftig zu Hause überwacht werden. Dazu sollen spezielle Webcams installiert werden, die durch eine Künstliche Intelligenz prüfen können, was man genau am Arbeitsplatz macht. Ist man nicht am „hackeln“, sondern am Smartphone oder gar nicht erst am Schreibtisch, meldet die KI das unverzüglich dem Vorgesetzten.

Überwachung in Echtzeit

„Überwacht und verfolgt das Verhalten der Mitarbeiter in Echtzeit, erkennt Verstöße gegen voreingestellte Geschäftsregeln und sendet Echtzeit-Warnungen an Manager“. So „wirbt“ das Unternehmen in einem Schulungsvideo. Demnach soll zu zufälligen Zeiten während einer Schicht der Arbeitsbereich des jeweiligen Mitarbeiters überprüft werden. Wird ein „Verstoß“ erkannt, fertigt die Webcam ein Standbild und informiert den Vorgesetzten in Echtzeit darüber, um „weitere Maßnahmen zu ergreifen“, wie es in internen Dokumenten heißt. Das Bild wird dann für 20 Tage gespeichert.

Tool für mehr Teamspirit

Angepriesen wird die Technologie als „Tool zur Risikominderung“ und um das Team in der Isolation des Homeoffice zu stärken – handelt es sich aber in Wahrheit nicht eher um Komplettüberwachung? Auf Anfragen des „Guardian“ rudert einer der Manager des Unternehmens zurück: Die Überwachung erfolge doch nicht nach Zufallsprinzip und man halte sich dabei an die jeweils lokal geltenden Datenschutz- und Arbeitsrechtsbestimmungen. Zu keinem Zeitpunkt wolle man sie nutzen, um die Mitarbeitenden in ihrer privaten Umgebung auszuspionieren.

Vorerst dürfen sich die britischen Mitarbeiter aber weiterhin unbeobachtet fühlen. In sechs Ländern in Amerika und Asien wird das System aber bereits getestet.

(SMS)

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