Kichererbsen mit Schadstoffen?

Nur im Glas empfehlenswert

(22.05.2025) Beim Kichererbsenkauf ist nach einem Test für Konsumenteninformation Vorsicht geboten: Die gesunden Hülsenfrüchte sind nur aus dem Glas empfehlenswert, Verpackungen wie Dosen und Tetrapaks können der Gesundheit schaden.

Schwermetalle, chemische Stoffe und Pestizide

In allen getesteten Dosenprodukten befindet sich BPA (Bisphenol A). Bei Clever, King's Corwn und Kitchin ist außerdem das Pestizid Glyphosat nachweisbar. BPA hemmt die Fortpflanzungsfähigkeit, aber auch die Entwicklung des ungeborenen Organismus und kann das Brustkrebsrisiko erhöhen, zu Übergewicht, neurologischen Schäden und Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern führen. Die EU verbietet BPA bei Lebensmittelverpackungen ab Juli 2028, bis dahin dürfen tolerierte Migrationswerte nicht überschritten werden.

In Tetrapaks wiederum ist eine hohe Konzentration des Schwermetalls Nickel nachgewiesen worden, welches vor allem für Kinder eine große Gefahr birgt: Bereits bei 170 Gramm Kichererbsen pro Tag ist die höchste Toleranz erreicht. Besonders Billa Immer gut, Kitchin und Cirio haben schlecht abgeschnitten.

Der Hype um Kichererbsen

Kichererbsen sind gerade sehr beliebt, vor allem in der veganen Community und der Fitnessbranche, denn sie enthalten viel Eiweiß und Ballaststoffe, aber auch Folsäure, Eisen und Zink.

Der VKI hat deswegen 25 verschiedene Kichererbsen auf Schadstoffe, die Zusammensetzung der Produkte, die Verpackung und die Herkunft untersucht. Vor allem Bio-Produkte haben gut abgeschnitten, fünf von sechs wurden mit "sehr gut" bewertet.

(MH/APA)

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