Kinderzahnpasten: Vorsicht

Ein Drittel fällt im Test durch

(26.02.2026) Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat mit der deutschen Stiftung Warentest 16 Kinderzahnpasten getestet. Nur elf Produkte schützen laut dieser Analyse zuverlässig vor Karies. Fünf sind durchgefallen, weil sie kein oder zu wenig Fluorid enthalten. "Fluorid ist der einzige bewiesene Inhaltsstoff, der Karies verhindern kann. Das ist wissenschaftlich gut belegt - und gilt ausdrücklich auch für Milchzähne", wurde betont. Deren Zahnschmelz ist besonders dünn.

Empfohlen wird für Kinderzahnpasten ein Fluoridgehalt von 1.000 ppm (parts per million/Teile pro eine Million). "Das entspricht einem Fluoridanteil von 0,1 Prozent", erklärte VKI-Projektleiter Christian Undeutsch.

Kein oder viel zu wenig Fluorid

Die Anforderungen erfüllten fünf der getesteten Produkte nicht (Alverde Naturkosmetik, Karex Kinder, Lavera Naturkosmetik, Nordics und Woom). Sie enthalten entweder gar kein Fluorid oder deutlich zu wenig. "Es wird stattdessen auf Substanzen wie Hydroxylapatit, Kalziumlactat, Sorbit und Xylit gesetzt", so Undeutsch. "Doch keiner dieser Stoffe kann Fluorid nachweislich gleichwertig ersetzen."

Bei sechs Kinderzahnpasten beanstandete der VKI "umweltkritische" Stoffe. Gefunden wurde zum Beispiel der Komplexbildner EDTA, der das Trinkwasser belasten könne, oder Hydroxyethylcellulose, die als biologisch schlecht abbaubar gelte. Weitere vier Produkte enthielten umweltkritische Farbstoffe, allerdings in sehr geringer Konzentration. "Die Verwendung dieser Stoffe in einer Zahnpasta ist verzichtbar, wie auch andere Hersteller vorzeigen", betonte Undeutsch.

Immerhin waren alle untersuchten Erzeugnisse frei vom umstrittenen Farbstoff Titandioxid. Unter den elf "guten" und "sehr guten" Pasten befanden sich viele preiswerte.

(apa/mc)

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