Klage wegen gackernder Hühner

Nachbarin scheitert

(10.12.2019) Gogogokogo: Ungewöhnliche Klage im deutschen Rheinland-Pfalz. Eine Frau fühlt sich von den gackernden Hühnern und dem krähenden Hahn auf dem Nachbargrundstück extrem gestört und verklagt ihre Nachbarn deshalb. Spoiler: Die Klage ist gescheitert.

Der Streit zwischen den zwei Nachbarn eskaliert in einem Dorf mit weniger als 250 Einwohnern. Eine Bewohnerin fühlt sich von den rund 25 Hühnern und dem Hahn, die ihr Nachbar hält, belästigt.

Lärmbelästigung

Die Frau kritisiert, dass der Hahn jeden Morgen ab etwa vier Uhr krähe, was zu einer unerträglichen Lärmbelästigung für sie und ihren Ehemann sowie einer erheblichen Beeinträchtigung ihres Schlafs führe. Auch tagsüber verursache der Hahn schrecklichen Lärm und noch dazu Gestank. Die Klägerin versucht deshalb vor Gericht ein Verbot der Tierhaltung durchsetzen.

Damit scheitert sie aber vor dem Amtsgericht als auch im Berufungsverfahren vor dem Landgericht Koblenz. Bei der Haltung von Hühnern und einem Hahn handle es sich "um eine ortsübliche Nutzung" des betreffenden Grundstücks, so die Richter.

Klage ist gescheitert

Auch die Errichtung eines schalldichten Stalls ist unsinnig. Der Kostenaufwand würde die Haltung eines Hühnervolkes als Nebenerwerb völlig unrentabel werden lassen. Die Klägerin wird also weiter mit gackernden Hühnern und einem krähenden Hahn leben müssen.

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