"Krankenhaus ist kein Knast"

Graz: Vorwürfe nach Messermord

(07.02.2020) "Man kann einen Patienten nicht einfach so wegsperren!" Jener 27-Jährige, der eine fremde Frau auf offener Straße niedergestochen und damit getötet hat, ist nur einen Tag vor der Tat aus der Psychiatrie des LKH Graz entlassen worden. Zuletzt war er auf der offenen Station. Nach dem Verbrechen fragen sich natürlich viele, warum er das Krankenhaus verlassen durfte?

Ein Spital ist eben kein Gefängnis, die Ärzte hätten keine Schuld, sagt Gerichtspsychiater Manfred Walzl:
"Der Patient war offen gelegt, er hat sich also wie in jedem anderen Krankenhaus ganz normal bewegen dürfen. So traurig es auch ist, solche tragischen Ereignisse kann man nicht immer verhindern."

Die behandelnden Ärzte trifft kein Schuld, so Walzl:
"Ich bin fest davon überzeugt, dass die Kollegen nach der Maßgabe der Wissenschaft und Medizin gehandelt haben. Ich glaube nicht, dass man ihnen etwas vorwerfen kann."

(mc)

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