Krebstodesfälle sollen ansteigen

Globale Studie warnt

(25.09.2025) Laut einer weltweit durchgeführten Studie soll die Zahl der Krebserkrankungen in den kommenden Jahrzehnten stark ansteigen. Für das Jahr 2050 wird prognostiziert, dass es rund 30,5 Millionen Krebstodesfälle geben wird. Im Jahr 2023 waren es noch 18,5 Millionen. Außerdem hat das medizinische Team der University of Washington in Seattle dargestellt, dass knapp 42 Prozent der Todesfälle im Jahr 2023 auf vermeidbare Faktoren zurückzuführen sind, z.B. Rauchen.

Um rückwirkend Werte zu berechnen und Prognosen zu erstellen, haben die Forscherinnen und Forscher auf das Projekt „Global Burden of Disease“ (übersetzt: weltweite Krankheitslast) zurückgegriffen.

Risikofaktoren

Tabakkonsum war für 21,4 Prozent der Krebstodesfälle verantwortlich – diese wären somit vermeidbar. In Ländern mit niedrigerem Einkommen stellt ungeschützter Geschlechtsverkehr das größte Risiko dar, da dadurch humane Papillomviren (HPV) übertragen werden können, die Krebs auslösen.

Auch das Alter spielt eine entscheidende Rolle: Mit der zunehmenden Alterung der Gesellschaft steigt die Zahl der Krebs- und Todesfälle, da ältere Menschen besonders krebsanfällig sind.

Co-Autor der Studie, Theo Vos, Emeritus an der University of Washington, bestätigt, dass Tabakkonsum, ungesunde Ernährung und erhöhter Blutzucker zentrale Risikofaktoren darstellen. Vor allem sind sie für vermeidbare Krebsfälle verantwortlich. Insgesamt gehen vier von zehn Krebstodesfällen auf solche etablierten Risikofaktoren zurück. Die Analyse zeigt, dass Länder durch gezielte Maßnahmen gegen diese Faktoren die Zahl der Krebserkrankungen deutlich senken können.

(apa/AVL)

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