Krieg im Iran?

USA bereiten sich vor!

(19.02.2026) Nach den jüngsten Atomverhandlungen zwischen den USA und dem Iran verdichten sich Hinweise auf eine mögliche militärische Eskalation. Laut dem US-Sender CBS News sollen ranghohe Sicherheitsbeamte Ex-Präsident Donald Trump mitgeteilt haben, dass das Militär bereit sei, bereits am Samstag Angriffe auf den Iran durchzuführen. Eine endgültige Entscheidung sei jedoch noch nicht gefallen. Auch das US-Portal Axios berichtet unter Berufung auf namentlich nicht genannte Quellen, die US-Regierung stehe näher an einem größeren Krieg, „als den meisten Amerikanern bewusst sei“. Ein Konflikt könne „sehr bald“ beginnen und hätte „dramatische Auswirkungen“ auf die gesamte Region. Israelische Medien spekulieren ebenfalls über eine mögliche militärische Konfrontation, die mehrere Wochen andauern könnte.

Das Weiße Haus prüfe derzeit laut CBS die „Risiken einer Eskalation“ sowie die politischen und militärischen Folgen einer Zurückhaltung. Regierungssprecherin Karoline Leavitt erklärte, es gebe Argumente für einen Angriff, betonte jedoch gleichzeitig, dass Diplomatie für Trump weiterhin oberste Priorität habe. Für den Iran wäre es „sehr klug“, ein Abkommen mit den USA zu schließen. Unterdessen mahnte der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, zur Eile bei den Atomgesprächen. Zwar gebe es Fortschritte, „aber wir haben nicht viel Zeit“, sagte Grossi dem französischen Sender LCI. Er sehe auf beiden Seiten den Willen zu einer Einigung – diese sei jedoch „ungeheuer komplex“.

Die USA und der Iran hatten Anfang Februar unter Vermittlung des Oman neue Gespräche über das iranische Atomprogramm aufgenommen. Eine zweite Runde indirekter Verhandlungen fand am Dienstag in Genf statt. Laut Teheran habe man sich auf Leitprinzipien für ein mögliches Abkommen geeinigt. US-Vizepräsident JD Vance betonte jedoch, dass weiterhin erhebliche Meinungsverschiedenheiten bestünden.

Vorwürfe gegen IAEA und Streit um Urananreicherung

Nach dem zwölftägigen Krieg mit Israel im Juni, in dessen Verlauf die USA iranische Atomanlagen bombardierten, hatte Teheran die Zusammenarbeit mit der IAEA eingeschränkt. Der Iran warf der UNO-Organisation vor, die Angriffe nicht verurteilt zu haben.

Die IAEA mit Sitz in Wien überwacht, ob das iranische Atomprogramm ausschließlich friedlichen Zwecken dient. Israel und weitere Staaten werfen Teheran vor, den Bau einer Atombombe anzustreben. Der Iran weist das zurück, besteht jedoch auf seinem Recht zur Urananreicherung für zivile Zwecke. Der Leiter der iranischen Atomenergiebehörde, Mohammed Eslami, erklärte, kein Land könne dem Iran das Recht nehmen, diese Technologie friedlich zu nutzen. Die Urananreicherung sei die „Grundlage der Atomindustrie“.

Russland warnt vor „beispielloser Eskalation“

Russland, ein enger Verbündeter des Iran, rief zur Zurückhaltung auf. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sprach von einer „beispiellosen Eskalation“ in der Region. Außenminister Sergej Lawrow warnte vor einem „Spiel mit dem Feuer“.

Im Golf von Oman findet derzeit ein gemeinsames Manöver einer russischen Korvette mit der iranischen Marine statt. Gleichzeitig wurde die Präsenz von US-Kriegsschiffen in der Region verstärkt. Laut Moskau handle es sich um geplante Übungen.

Evakuierungen und Warnungen aus Europa

Angesichts der angespannten Lage zog Deutschland seine Truppen aus dem Nordirak ab. Polens Regierungschef Donald Tusk rief Landsleute eindringlich auf, den Iran sofort zu verlassen. Die Möglichkeit eines offenen militärischen Konflikts sei „sehr real“. Eine spätere Evakuierung könne möglicherweise nicht mehr möglich sein.

(fd/apa)

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