Kritik am Vatikan am Nein

Zur Segnung von Homo-Paaren

(19.03.2021) Nach dem Nein der vatikanischen Glaubenskongregation zur Segnung homosexueller Partnerschaften gibt es Kritik daran in Österreich, Italien und anderen Ländern Europas. "Diese unsägliche Entscheidung verdeutlicht einmal mehr, dass der Versuch Roms nicht gelingen kann, von oben her weltweit Glaubens- und Sittenregeln zu verordnen, ohne einen Dialog mit den Kirchen vor Ort zu führen", erklärte die internationale Kirchenreformbewegung Wir sind Kirche am Dienstag.

Dagegen protestieren nun zahlreiche Pfarren in Österreich und schmücken wie bspw. die Pfarre Breitenfeld im 8. Wiener Gemeindebezirk, die sich in einem Statement als "LGBTIQ*-respektierende" Kirchengemeinde deklarierte.

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Auch in Deutschland zeigten sich Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender (LSBT) in der katholischen Kirche empört. Die entsprechende Note der Glaubenskongregation vom Montag "rückt gleichgeschlechtliche Liebesbeziehungen in den Kontext von Sünde und fordert homosexuelle Menschen auf, ihre sexuelle Orientierung zu unterdrücken", kritisierte das katholische LSBT-Komitee in Nürnberg laut Nachrichtenagentur AFP.

"Die Glaubenskongregation verspielt damit die vermutlich letzte Chance, weltweit menschenfreundlich und ethisch anschlussfähig zu bleiben", erklärte das Komitee. Dabei zeigten die Erfahrungen der vergangenen Jahre, dass Mitglieder der katholischen Kirche "vielerorts nicht mehr dazu bereit sind, gleichgeschlechtliche Beziehungen als Sünde zu diffamieren, dass Segensfeiern bereits Teil 'inoffizieller' kirchlicher Praxis sind und dass die immer wieder beschworene biblische Verurteilung homosexueller Beziehungen theologisch nicht mehr haltbar ist".

(apa/ak)

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