KTN: Bub (15) in Lebensgefahr
Mutprobe endet fatal!
(13.09.2025) Dramatischer Unfall in der Nacht auf heute: Ein 15-Jähriger ist in Maria Saal auf das Dach eines abgestellten Zugwaggons geklettert und dabei in den Stromkreis einer Hochspannungsleitung geraten. Der Jugendliche erlitt schwerste Verletzungen und schwebt in Lebensgefahr.
Mutprobe?
Gegen 2.00 Uhr früh war eine Gruppe Jugendlicher im Alter von 15 und 16 Jahren nach einer Veranstaltung auf einem Weg entlang der Bahnstrecke unterwegs. Zwei von ihnen stiegen auf den Kupplungsbereich eines Waggons, einer kletterte weiter auf einen Container am Zug. Wenige Sekunden später kam es zu einer Explosion – der 15-Jährige war in den Stromkreis geraten. Seine Kleidung fing Feuer, er blieb schwer verletzt am Container liegen. Sein Freund blieb unverletzt.
Die anderen Jugendlichen alarmierten sofort die Rettungskräfte. Der Zugverkehr wurde gesperrt, Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr bargen den Verletzten schließlich vom Container. Zunächst wurde er ins Klinikum Klagenfurt gebracht, danach aufgrund seiner Verletzungen ins Universitätsklinikum Graz verlegt. Im Einsatz standen die Feuerwehren Maria Saal, St. Michael/Zollfeld und Stegendorf mit insgesamt 25 Helfern. Das Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreute die Jugendlichen und deren Angehörige.
ÖBB warnt vor Lebensgefahr
ÖBB-Sprecherin Rosanna Zernatto-Peschel erklärte, dass bereits die Annäherung an die 15.000-Volt-Leitungen lebensgefährlich sei: „Man sieht den Strom nicht, man hört ihn nicht, man riecht ihn nicht. Selbst ohne Berührung kann es zu einem Spannungsüberschlag kommen.“ Sie appellierte eindringlich, Bahnanlagen nicht zu betreten: „Jugendliche dürfen nicht aus Leichtsinn ihr Leben riskieren.“
(fd/apa)