Lücken bei der Nahversorgung

im ländlichen Raum

(10.10.2024) Die Konzentration an Lebensmittelgeschäften ist in Städten größer als am Land. Viele Gemeinden sind immer noch ohne Nahversorger, das zeigt jetzt eine Studie.

Für die Besorgung von Gütern des täglichen Bedarfs müssen die Österreicherinnen und Österreicher grundsätzlich wenig Aufwand betreiben. Die Dichte an Einzelhändlern ist groß, die Distanzen sind überschaubar. Allerdings sind Nahversorger hierzulande nicht allerorts verfügbar: Vor allem in ländlichen Regionen gibt es Lücken, während die Konzentration an Lebensmittelhändlern in Städten groß ist, wie aus einer neuen Studie der KMU Forschung Austria hervorgeht.

langjähriger trend gestoppt

Demnach standen im Jahr 2022 insgesamt 382 österreichische Gemeinden, sprich 18 Prozent aller österreichischen Gemeinden, ohne Nahversorger da. Das entspricht gegenüber dem Jahr davor einem Rückgang um 23 Gemeinden. Für Christian Prauchner, Obmann des WKÖ-Fachverbands Lebensmittelhandel, ist das zwar immer noch eine "satte Zahl", wie er heute in einem Pressegespräch festhielt. Immerhin wurde damit aber ein langjähriger Trend gestoppt: Denn in den zehn Jahren zwischen 2011 und 2021 hatte sich die Zahl der Gemeinden ohne Lebensmittelgeschäft österreichweit um gut 6 Prozent erhöht.

(apa/lsm)

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