Lampedusa: Noch mehr Leichen ohne Namen

Grauenvolle Bilder auch heute wieder für die Rettungskräfte vor der italienischen Insel Lampedusa. Noch immer ist das Meer voller Leichen. 194 tote Flüchtlinge sind bereits geborgen worden, 84 davon alleine gestern. Dutzende weitere werden aber noch immer vermisst. Problematisch: Niemand weiß wieviele Menschen wirklich auf dem Flüchtlingsboot aus Afrika gewesen sind. Laut Augenzeugen bis zu 350. Viele der Opfer sind noch im gesunkenen Boot. Die Tauchgänge sind schwierig sagt Antonio D’amico aus der Rettungsmannschaft:

"Das Boot liegt in 47 Meter Tiefe, das ist also schon ein schwieriger Tauchgang, dazu kommt, dass wir nur sehr wenig Platz haben da unten, es ist sehr eng im Bootsinneren. Man kann nie sagen wie lange man unten bleiben kann."

Die meisten der Toten sind noch nicht identifiziert. In einer Halle befindet sich inzwischen ein ganzes Meer aus Särgen. Die Identifizierung gestaltet sich laut Einsatzkräften äußerst schwierig, da niemand die Toten kennt. D’amico:

"Das Schwierigste ist jetzt die toten Menschen zu identifizieren. Derzeit tragen die Särge ja nur Nummern, auch wenn wir befürchten, dass das so bleiben könnte, werden wir aber alles versuchen die Opfer zu identifizieren."

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