Schlaganfall: Patientin wird zweimal weggeschickt

Eine Frau wird im Grazer Landeskrankenhaus zweimal abgewiesen, obwohl sie einen Schlaganfall hatte. Dieser Fall sorgt derzeit in Österreich für Aufregung. Eine 75-jährige Frau wird mit Schlaganfall-Symptomen ins LKH Graz eingeliefert, in der Notfallaufnahme behandelt und dann wieder nach Hause geschickt. Kurze Zeit später wird die Frau erneut mit Symptomen eingeliefert. Dieses Mal wird der Schlaganfall erkannt, es gibt aber keine freien Akutbetten. Erst nachdem Angehörige protestieren, wird die Frau in eine andere Klinik verlegt. Das LKH Graz weist alle Anschuldigungen zurück. Jetzt muss überprüft werden, ob das Krankenhaus hier wirklich falsch gehandelt hat, so Renate Skledar von der Patientenombudsschaft Steiermark:

“Wenn festgestellt wird, dass es sich hier um ein Fehlverhalten oder eine Fehleinschätzung gehandelt hat und die Patientin behandelt werden hätte müssen, dann muss das Krankenhaus natürlich für die Schäden und Folgeschäden Schadenersatz bezahlen.“

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