Lockdown-Effekt überschätzt?

Studie heiß diskutiert

(02.06.2021) Wird der Lockdown-Effekt überschätzt? Eine Studie der Uni München sorgt derzeit für hitzige Diskussionen im Netz. Laut den Forschern hätten nämlich Maßnahmen wie Ausgangssperren und Schulschließungen keinen großen Einfluss auf das Infektionsgeschehen gehabt. Auch in vielen US-Bundesstaaten seien nach Aufhebung der Lockdown-Maßnahmen die Infektionszahlen nicht angestiegen.

Heimische Experten warnen aber vor Lockdown-Bashing. Schon eine Verallgemeinerung sei gar nicht zulässig, so Umwelthygieniker Hans-Peter Hutter von der MedUni Wien:
"Es gab den ersten Lockdown im März 2020, dann gab es Halb-Lockdowns, dann gab es Lockerungen und Ausnahmen und selbst bei diesen Ausnahmen gab es dann wieder regionale Unterschiede. Also das muss man sehr differenziert betrachten."

Auch unsere Corona-Disziplin hatte großen Einfluss auf den Effekt, sagt Umwelthygieniker und Lungenfacharzt Manfred Neuberger:
"Während des ersten Lockdowns war die Bevölkerung unfassbar diszipliniert. Und dieser Lockdown hat das Infektionsgeschehen ohne Frage sehr stark beeinflusst. Doch mit jedem Lockdown wurde die Stimmung lockerer und dadurch hat man auch weniger Effekt gesehen. Also der Lockdown bringt sehr wohl etwas - wenn man sich eisern an alles hält."

Zudem stellt sich auch die Frage nach Alternativen, so Sozialmediziner Michael Kunze:
"Man kann natürlich über die eine oder andere Maßnahme diskutieren und natürlich lernt man auch dazu. Aber ohne Impfstoff, den man ja bis vor wenigen Monaten noch nicht hatte, kann man nichts anderes tun, als die Menschen so gut wie möglich auseinander zu halten."

(mc)

WEGA Einsatz in Wien

Mann schießt aus Fenster

Flugzeug verschwunden

22 Passagiere vermisst

Fiaker zusammengestoßen

Kutscher und Pferde verletzt

1:0 gegen Liverpool

Real mit Alaba CL-Sieger

Fahrgast geht auf Beamte los

20-Jähriger aus Zug geworfen

Trump: Mehr Waffen an Schulen

Nach Massaker

Bald "Bier-Triage"?

Erste Brauerei schlägt Alarm

Nehammer telefoniert mit Putin

45-minütiges Gespräch