Löscherfolge in Tschernobyl

Kein offenes Feuer mehr

(14.04.2020) Seit 10 Tagen brennen die Wälder in der radioaktiv belasteten Sperrzone rund um das Atomkraftwerk Tschernobyl. Nun konnten erste Löscherfolge erzielt werden. "Es gibt kein offenes Feuer", teilte der Katastrophenschutz in Kiew am Dienstag mit. In der Nacht hätten Regenfälle die Löscharbeiten begünstigt, hieß es. Mehr als 400 Feuerwehrleute seien im Einsatz. Unterstützt werden sie von Flugzeuge und Hubschraubern.

Der beißende Rauchgeruch sei bis in die ukrainische Hauptstadt Kiew zu spüren gewesen. Behörden zufolge gab es durch die seit zehn Tagen währenden Brände erhöhte Werte des radioaktiven Stoffs Cäsium-137 in Kiew. Sie seien jedoch unterhalb der Grenzwerte geblieben, hieß es. In den vergangenen Jahren kam es mehrfach zu Feuern in den unbesiedelten Gebieten der Zone. Als Ursache wurde immer wieder Brandstiftung vermutet. Zuletzt hatte die Polizei einen 27-Jährigen festgenommen, der ein Feuer gelegt haben soll.

(ap/APA)

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